Analyse und Förderung mediendidaktischer Kompetenzen von Lehrkräften und Lehramtsstudierenden

  • Projektstart: 01.02.2016
  • Projektträger: Universität Augsburg
  • Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Ingo Kollar
  • Beteiligte WissenschaftlerInnen der Universität Augsburg: Christina Wekerle, M.A.

 

 

Zusammenfassung

Dieses Projekt untersucht expertisebedingte Unterschiede bzgl. der mediendidaktischen Kompetenzen von Lehramtsstudierenden auf der einen Seite und erfahrenen Lehrkräften auf der anderen Seite. Zudem wird analysiert, inwiefern universitäre Lehrerbildner(innen) die Potenziale digitaler Medien im Sinne einer Verbesserung studentischer Lernergebnisse tatsächlich nutzen. Zusätzlich wird untersucht, wie mediendidaktische Kompetenzen von Lehramtsstudierenden instruktional gefördert werden können.

 

Beschreibung

Digitalen Medien werden vielfältige Potenziale zur Förderung hochwertiger schulischer Lernprozesse zugeschrieben (siehe z.B. Castillo-Manzano, Castro-Nuño, Lopéz-Valpuesta, Sanz-Diaz & Yñiguez, 2016). Um diese Potenziale zu nutzen, ist es jedoch notwendig, dass Lehrkräfte über Wissen dazu verfügen, wie digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden müssen, um die Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern effektiv und effizient zu unterstützen (TPACK; Koehler & Mishra, 2009).

Konkret sollten zukünftige Lehrkräfte dazu befähigt werden, Unterricht mit digitalen Medien so zu gestalten, dass sie Lernende mithilfe digitaler Medien zu wirksamen Lernaktivitäten bzw. den damit verbundenen kognitiven Prozessen auffordern („affordances“) bzw. ein Engagement in weniger effektiven Lernaktivitäten unwahrscheinlicher werden lassen („constraints“; vgl. für kooperatives Lernen: Suthers, 2006). Hierfür sind zum einen die Vorstellungen von mediengestützten Unterrichtsabläufen der Lehrenden („Medienunterrichtsskripts“) für die Planung als auch die Vorstellungen von medienunterrichtlichen Analyseprozessen („Medienanalyseskript“) für die Unterrichtsreflexion von großer Bedeutung.

Im Rahmen des Promotionsprojekts wird deshalb untersucht,

inwiefern sich Lehramtsstudierende und Lehrkräfte auf verschiedenen Expertisestufen im Hinblick auf ihre Vorstellungen von den Potenzialen digitaler Medien im Unterricht voneinander unterscheiden („Medienunterrichtsskripts“; Studie 1),

inwieweit Hochschuldozierende in ihrer Funktion als Lehrerbildner(innen) mithilfe digitaler Medien hochwertige Lernaktivitäten bei Lehramtsstudierenden anregen und dies mit einem entsprechenden kognitiven, metakognitiven, motivationalen und soziokommunikativen Fähigkeitserwerb bei den Studierenden einhergeht (Studie 2), und

inwiefern basierend auf den Ergebnissen von Studie 1 und 2 durch den Einsatz von videobasierten Unterrichtsfällen und zusätzlichen Strukturierungsmaßnahmen medienunterrichtliche Analysefähigkeiten („Medienanalyseskripts“) von Lehramtsstudierenden gefördert werden können.

 

Weitere Mitarbeiter(innen):

Tugce Bozkus (Studentische Hilfskraft)

 

Finanzierung:

Projekt "Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität" (LeHet) sowie Eigenmittel des Lehrstuhls für Psychologie m.b.B.d. Pädagogischen Psychologie der Universität Augsburg

 

 

 

 

 

Ansprechpartner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Pädagogische Psychologie
  • Raum 2092 (Gebäude D)

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