Buko…? – wie war das nochmal? Die Bukowina ist Ihnen kein Begriff? Keine Sorge, denn unsere Dauerausstellung in den Räumen des Bukowina-Instituts an der Universität wird Ihnen die Augen für eine vielfältige aber auch unbekannte Gegend öffnen.

Erleben Sie die Geschichte dieser historischen Region von den Habsburgertagen über die schweren, von Flucht und Vertreibung geprägten Zeiten in den beiden Weltkriegen bis hin zur heutigen Situation.

Lassen Sie sich in eine andere Zeit entführen und begeben Sie sich auf eine Spurensuche durch die religiöse, sprachliche und ethnische Vielfalt der Region. Von historischem Kartenmaterial, alten Fotografien, aber auch Gegenständen aus dem alltäglichen Leben und den dazugehörigen Lebensgeschichten ist alles dabei – und das für Jeden.

Eine Ausstellung, die man mit allen Sinnen erleben kann – lauschen Sie den Erzählungen von Zeitzeug*innen an unseren Hörstationen, betrachten Sie die vielseitigen Exponate oder machen Sie einen Spaziergang durch das Habsburger Czernowitz (ukr. Černivci), indem Sie den Straßen auf unserem begehbaren Stadtplan folgen.

Also los – wieso weit in die Ferne schweifen, wenn „Europa im Kleinen“ doch so nah ist!

Mit der Geschichte der Bukowina im Zentrum beleuchtet die Ausstellung die Themenbereiche Migration und Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft sowie Entwurzelung und Heimatverlust – und hat somit das Potential, an zahlreiche Erfahrungen in unserer heutigen Gesellschaft anzuknüpfen.

 

Die Ausstellung kann während unserer regulären Öffnungszeiten und jeden ersten Sonntag des Monats (außer Feiertagen) zwischen 14:30 und 17:00 Uhr besucht werden.

Sobald es die Covid19-Pandemie zulässt bieten wir zahlreiche Führungen rund um die Dauerausstellung an.

Führungen

Europa im Kleinen? – Führung durch die neue Dauerausstellung

07. März 2021 (entfällt!), 08. Mai 2021 (rumänisch/deutsch), 04. Juli 2021 (ukrainisch/deutsch)

Die Bukowina, ein ehemaliges Habsburger Kronland und eine multiethnische Region in Südosteuropa kennt auf Anhieb nicht Jede und Jeder. Entlang der einzelnen Stationen der Dauerausstellung begeben sich die Besucher*innen auf eine Spurensuche durch die Bukowina.        

Das Institut kann auch … rumänisch und ukrainisch! Wer Interesse an einer Führung durch die Ausstellungsräume hat, sich aber lieber auf Rumänisch oder Ukrainisch auf eine Reise durch „Europa im Kleinen“ begeben möchte, ist hier genau richtig.

 

Brauchtum in der Bukowina – Gepflogenheiten in der historischen Region

28. März 2021, 05. Dezember 2021

Von der Tradition des „Begießens“ bis hin zu den „Ei“catchern in der Ausstellung – den Pysanky. Besucher*Innen können mehr über österliche Traditionen und das Brauchtum in der Bukowina erfahren.            

Es weihnachtet so schön – auch in der Dauerausstellung! Eine Führung rund um die Weihnachtsbräuche und Traditionen der Bukowina erwartet die Besucher*Innen. Von Krippenspielen über das typische Fenstersingen, das Brauchtum der Bukowina stimmt ein auf eine besinnliche Adventszeit.

 

„Jerusalem am Pruth“ – Führung durch die jüdische Bukowina

11. April 2021, 05. September 2021

Ein Jerusalem am Pruth? Liegt Jerusalem nicht inmitten von trockenen Tälern? Gemeint ist das jüdische Leben in der Bukowina, insbesondere in der – heute ukrainischen – Stadt Černivci, durch die der Fluss Pruth fließt. In dieser anschaulichen Führung können Zuhörer*Innen der Geschichte der jüdischen Bevölkerung in der Bukowina lauschen.

 

„Zwischen Umsiedlung und Vertreibung“ – Themenschwerpunkt Umsiedlung und Zweiter Weltkrieg

06. Juni 2021, 07. November 2021

Die Heimat verlassen? Flucht und Vertreibung, ein Thema, das wieder aktueller ist denn je. Anhand von Lebensgeschichten und audiovisuellen Zeugnissen können die Besucher*Innen mehr über die Umsiedlung der Deutschen aus der Bukowina während des Zweiten Weltkriegs erfahren.

Sonderführungen

Internationaler Museumstag - Thema: „Museum entdecken“ Führung durch Archiv und Sammlung

18. Mai 2021

Ihr habt euch immer schon gefragt wo unsere Exponate aufbewahrt werden und welche Schätze das Institut sonst noch so zu bieten hat? Die Besucher*Innen können eine Führung durch das Archiv und die Sammlung genießen und so das Museum von einer neuen Seite erleben.

 

„Forschung zum Anfassen“ – 50-jähriges Universitätsjubiläum

12. Juni 2021

Die Universität Augsburg feiert ihr Jubiläum und wir feiern mit! Anlässlich dieses besonderen Tages gibt es bei uns eine Sonderführung durch das Institut. Werft einen Blick hinter die Kulissen des Bukowina-Instituts und bekommt bei einer Führung durch die Dauerausstellung, die Bibliothek und das Archiv ganz besondere Einblicke.

 

„Buko-was?“ - Familienführung

01. August 2021

„Europa im Kleinen“? Das geht auch für Klein und Groß! Die ganze Familie kann gemeinsam auf Entdeckungstour durch die Bukowina gehen, buntbemalte Eier bestaunen oder dem Flair des „Klein-Wien des Ostens“ – der Stadt Černivci – nachspüren. Ideal, um in den Sommerferien einmal eine Reise der anderen Art zu machen.

 

Führung: Kalter Krieg

03. Oktober 2021

Bei dem Schlagwort „Kalter Krieg“ denkt man vielleicht nicht sofort an die Bukowina. Welche Auswirkungen dieser jedoch auf das ehemalige Habsburger Kronland hatte und weitere interessante Informationen und Fakten erfahren Besucher*Innen in dieser Führung.

 

Lange Nacht der Museen - „Das Bukowina-Institut hinter den Kulissen“

16. Oktober 2021

Die Lange Nacht der Museen ist zwar lang, bedeutet im Bukowina-Institut aber keinesfalls Langeweile. Auch die Dauerausstellung öffnet am 16. Oktober für Neugierige ihre Pforten. Kommen Sie mit auf eine spannende Nacht durch die Bukowina.

 

 

Die (Sonder-)Führungen finden jeweils um 14:30 Uhr statt. Treffpunkt ist das Foyer des Bukowina-Instituts. Der Eintritt ist frei.

Bitte melden Sie sich vorab über info(at)bukowina-institut.de an

Objekt des Monats

April 2021: Pysanky

Osterei | Pysanky | Augsburg | 1993 | Archiv des Bukowina Instituts, Inv. Nr. 428.

 

Passend zur Osterzeit ist das Objekt des Monats dieses Mal ein traditionell ukrainisches Pysanky. Pysanky leitet sich vom ukrainischen Verb pysaty ab, das so viel wie schreiben bedeutet. Diese Bezeichnung haben die Eier auch nicht zu Unrecht, denn statt sie zu bemalen, werden sie mit erwärmtem Bienenwachs beschrieben, bevor sie immer wieder in ein Farbbad getaucht werden. Die strahlenden bunten Farben, die die Eier zieren werden aus Pflanzensaft, Baumrinde oder mineralischen Stoffen hergestellt. Kein Pysanky gleicht dem anderen – und doch findet man einige Motive immer wieder, jedes hat seine ureigene Bedeutung, so stehen Dreiecke z.B. für die Dreifaltigkeit. Die Eier sollen den Volkssagen nach, übrigens wundersame Kräfte besitzen und solange sie existieren die bösen Mächte abhalten. Ihre Wirkung entfalten die Pisanka, die nur von Frauen und Mädchen hergestellt werden, nachdem sie am Ostersonntag vom Priester geweiht wurden. Verschenkt man die Eier so sagt man: „Ihr Leben soll so schön sein, wie diese Pisanka!“

Weitere Pisanka könnt ihr übrigens in unserer Dauerausstellung an der „Ei-catcher“ Wand bewundern.

Bukowina-Institut
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