Publikationsliste

  • Deportation von Bukowinadeutschen in die Sowjetunion (2016)

Wie sehr viele Deutsche aus Ost- und Südosteuropa wurden im Januar 1945 auch einige tausend aus der Bukowina in die Sowjetunion deportiert, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten. Seit 1993 bestand am Bukowina-Institut ein Forschungsprojekt zu den Ursachen, dem Verlauf und den Umständen der Deportation, das auch die Situation in den Lagern und vor allem die erfahrungsgeschichtliche Dimension der Deportation untersuchte. Dr. Ortfried Kotzian, ehemaliger Geschäftsführer des Bukowina-Instituts, führte dazu in den 1990er Jahren zahlreiche Interviews in der Region, die zudem Aufschluss geben über die Rückkehr der Deportierten.
Die Ergebnisse des Autorenteams Ortfried Kotzian, Luzian Geier, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bukowina-Instituts, und Ioana Scridon von der Babes-Bolyai-Universität in Cluj-Napoca/Klausenburg, liegen nun in Buchform vor – die erste Monographie zum Thema für die Bukowina-Deutschen.

 

 

  • Bibliographie der Bukowina (1966 -     2016) 

Die Herausgabe einer mehrbändigen Bibliographie zur Bukowina gehört zu den wichtigsten wissenschaftlichen Aufgaben des Instituts. Dr. Erich Beck, gebürtiger Czernowitzer, sammelte seit den 1960er Jahren mit großer Akribie die einschlägigen Titel zur Region der Bukowina in zahlreichen Sprachen. Der erste Band der Bibliographie erschien bereits 1966, der siebte Band wird 2016 publiziert. Ioana Scridon von der Babes-Bolyai-Universität in Cluj-Napoca/Klausenburg und Luzian Geier, Mitarbeiter des Instituts, übernahmen grundlegende redaktionelle Arbeiten und das Institut finanzierte die Publikation.

Die sechs Bände der Bibliographie umfassen über 60.000 Titel über Kultur, Literatur und Landeskunde der Bukowina. Die Beck-Bibliographie ist die umfangreichste Bibliographie zur Region der Bukowina, die für heutige und zukünftige WissenschaftlerInnen, größte Bedeutung hat.

 

 

  • Kunstband „Чернівці · Czernowitz“ (2017)

Auf den Spuren von Czernowitz

Czernowitz. Die historische Hauptstadt und somit das Herzstück der Bukowina ist stark von der Geschichte sowie multikulturellem und religiösem Einfluss geprägt worden. Die heutige Stadt in der Westukraine erfreut sich daher über ein großes Interesse und Beliebtheit. Dass Czernowitz auch in der Kunstszene ein populäres Motiv darstellt, veranschaulicht das vom Bukowina-Institut zum Verkauf angebotene Kunstalbum „Чернівці · Czernowitz“ von Sergij Osatschuk und Tetyana Dugaeva. Es handelt sich um die erste Studie, in der die Ikonographie der Stadtbeobachtung von Czernowitz vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart präsentiert wird und eröffnet einen umfassenden Einblick in die regionale Malerei und Graphik dieser Stadt. Über 120 Maler – aus Czernowitz sowie anderen Städten der Ukraine, Österreich, Deutschland, Ungarn, Polen, Tschechien, Russland, Rumänien, Kanada, Großbritannien, Israel, USA und Japan – tragen zur Erinnerung bei und zeigen die Stadt in ihren verschiedensten Facetten. Sowohl prachtvolle Abbildungen der Czernowitzer Straßen, Gebäude und bekannter Sehenswürdigkeiten als auch Landschaften und Stadtansichten werden zum Inhalt dieses Kunstalbums. Nicht zu vergessen sind die Menschen, die in ihrem Alltag dargestellt werden und den Gemälden eine gewisse Lebendigkeit verleihen. Die Malerei, die einem Schaffensprozess unterliegt, ist in der Lage den Sinneseindruck des Künstlers gegenüber dem Motiv für die Ewigkeit festzuhalten und dem Betrachter ein bestimmtes Gefühl zu vermitteln. Lassen Sie sich die umfangreiche Kunstsammlung also nicht entgehen und erleben Sie eine Zeitreise durch die Straßen von Czernowitz.

 

 

  • Die Ukraine mit nach Hause nehmen… (2016)

… können Sie mit zwei Publikationen, die im Rahmen oder Vorfeld von Veranstaltungen im Bukowina-Institut entstanden sind:

Der Fotokalender „Lemberg & Czernowitz 2018“ von Luisa Hagen (Luisa Possi Fotografie) bringt Sie mit einer visuellen Reise nach Lemberg/Lviv und Czernowitz/Tschernivtsi durch das Jahr. Die Fotos zeigen Spuren vergangener Welten jüdischen Lebens, gelebter Multikulturalität, wechselnder Regimes – und der zeitgenössischen Ukraine. Der Kalender erschien zur Fotoausstellung “Lemberg und Czernowitz – zwei ukrainische Städte im einstigen multikulturellen ‚Jiddisch Land’”, die noch bis 15. Juni 2018 im Bukowina-Institut zu sehen ist. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Luisa Possi Fotografie, Lemberg & Czernowitz 2018, Kalender, Augsburg 2018, 5,00 €.

Kulinarische Spezialitäten der Ukraine nachkochen können Sie mit dem Kochbuch „Ukraine kocht“ von Denis Kolesnikov. Das Buch sammelt Rezepte aus verschiedenen Regionen der Ukraine – und hat Ihnen eine Seite für Ihre eigenen Rezeptideen freigelassen. Den ersten Teil einer gleichnamigen Filmreihe, der sich auf Spurensuche nach ukrainischen Spezialitäten begibt und über ein besonderes Fine Dining Restaurant in Kyiv bis hin ins Schloss Nymphenburg in München führt, zeigte das Bukowina-Institut am 1. Februar 2018. Hier können Sie ihn nun auch zuhause sehen.

 

Denis Kolesnikov, Ukraine kocht. Moderne Küche der Ukraine, Augsburg 2016, 14,90 €.

Erhältlich im Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Versand zzgl. Porto möglich!

 

 

  • ZO-Artikel: Gefährdetes jüdisches Erbe im „Armenhaus Europas“ (2017)

Gefährdetes jüdisches Erbe im „Armenhaus Europas“

Institutionelle Blockaden und individuellen Lösungen der Friedhofspflege in der Republik Moldau

von Gaëlle Fisher und Maren Röger

 

http://www.zeitgeschichte-online.de/kommentar/gefaehrdetes-juedisches-erbe

 

 

  • Neuerscheinung Online-Lexikonartikel Bukowina (2017)

Im Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa‘ ist der von Prof.Dr. Maren Röger und Dr. Gaëlle Fisher verfasste Beitrag zur Region der Bukowina erschienen. Dieser liefert einen Überblick über Toponymie, Geographie, Geschichte und Kultur, Deutsche in der Bukowina und Bibliographie.

 

https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/regionen/bukowina/

 

 

  • Der Südostdeutsche, Buchenlanddeutsche Zeitung

Das Bukowina-Institut betreut die Herausgabe der Zeitung der buchenlanddeutschen Landsmannschaft ‚“Der Südostdeutsche“. Diese erscheint derzeit in 11 Ausgaben pro Jahr mit einem Umfang von jeweils acht Seiten und ist  für eine Bezugsgebühr von jährlich  28,- € (für In- und Ausland)  30 € (für Übersee) erhältlich. Verantwortlicher Redakteur ist Luzian Geier, Alter Postweg 97a, 86159 Augsburg, Tel.0821-5893028 (Dienstag von 9 bis 14 Uhr),  Fax. 0821- 582607, E-mail: geier@bukowina-institut.de

 

 

  • Reihe „Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts“ (1996)

Eine junge schwäbische Lehrerin wird im Jahre 1940 wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ von den nationalsozialistischen Behörden zum Einsatz in den damaligen „Reichsgau Wartheland“ kriegsdienstverpflichtet und gerät in höchste Lebensgefahr. Zu ihren Schülern gehören Kinder deutscher Eltern, deren Vorfahren sich in Polen niedergelassen hatten, aber auch Buben und Mädchen, die aus Galzien, Wolhynien, der Bukowina und dem Schwarzmeergebiet „heim ins Reich“ geholt und im sogenannten „Warthegau“ angesiedelt wurden. Der Vormarsch der sowjetischen Armee und die wiedererrichtete polnische Verwaltung bestimmen ihr weiteres Schicksal…

 

 

  • Kaindl-Archiv

Die Bukowina oder das Buchenland am Osthang der Karpaten war und ist ein Land zwischen Orient und Okzident. Partnerschaft und Toleranz kennzeichneten das Leben der Bevölkerung zwischen Dnjestr und Goldener Bistritz, die sich aus Ukrainern (Ruthenen), Rumänen, Juden, Deutschen, Polen, Magyaren, Slowaken, Armeniern, Lippowenern und Huzulen zusammensetzte. In der Landeshauptstadt Czernowitz nahm 1875 die südöstlichste deutschsprachige Universität Europas ihre Tätigkeit auf. Sie brachte den Historiker der „Karpatendeutschen“ und Pionier der wissenschaftlichen Volkskunde Raimund Friedrich Kaindl hervor, dessen Namen diese Zeitschrift trägt.

Nationalismus und Kommunismus zerstörten im 20. Jahrhundert die „Schweiz des Ostens“. Das Bukowina-Institut in Augsburg will mit dem Kaindl-Archiv den europäischen Charakter der Bukowina betonen und die Erfahrungen des Zusammenlebens verschiedener Völker und Volksgruppen im mitteleuropäischen Raum auf allen Gebieten der Wissenschaft, Forschung, Kultur und Literatur für die „Vision Europa“ fruchtbar werden lassen.

Ab Heft 9/1, neue Folge, Jahrgänge 1992-1995, Einzelheft 3,00 €
ab Jahrgang 1996, Einzelheft 5,10 €

Neuerdings wieder lieferbar:
Heft 1/1978, 36 S. 3,60 €
Heft 3/1979, 40 S. 5,10 €
Heft 4/1984, 74 S. 6,00 €
Heft 5/1986, 74 S. 7,50 €
Heft 6/1987, 50 S. 5,10 €
Heft 7/1989, 84 S. 9,90 €
Heft 8/1990/91, 173 S. 12,60 €

Außerdem können die genealogischen Beihefte zu den Familien Geimer, Beill, Mayer, Strobel, Hubich, Renner und Nunweiler bezogen werden. Fordern Sie dazu eine gesonderte Preisliste an!

 

 

  • Schriftenreihe des Bukowina-Instituts

    • Band 1:

Das Bukowina-Institut in Augsburg/ hrsg. von Johannes Hampel und Ortfried Kotzian
2., aktualisierte und ergänzte Auflage, 1994, 131 S. 5,10 €
ISBN 3-910077-01-3

Das Buch berichtet über Gründungsgeschichte, Ziele sowie Aufgabenstellungen und die mit der Entstehung des Bukowina-Instituts verbundenen Hoffnungen. Daneben werden die Aktivitäten der Gründerjahre bis 1993 und die ersten internationalen Kontakte des Instituts dokumentiert. Eine Rarität: Gedichte des Bukowiner Schriftstellers Alfred Kittner, der als erster im Bukowina-Institut eine Lesung hielt.

 

  • Band 2:

Birgit Laubner: Ostdeutsche Kulturarbeit und kulturelle Aussiedlerintegration
1994, 192 S. 6,00 €
ISBN 3-910077-04-8

Die Autorin untersucht, inwieweit sich Bildungseinrichtungen in Bayern, die der ostdeutschen Kulturarbeit verpflichtet sind, dem Problem der Aussiedlerintegration stellen und konkrete Hilfen für die Aussiedler entwickeln. Im Anhang wird eine Vortragsreihe dokumentiert, bei der sich Vertreter von Bund, Land und Bezirk sowie der Landsmannschaften zu Möglichkeiten ostdeutscher Kulturarbeit im vereinten Deutschland äußern. Das damalige Aktionsprogramm des Bundesministerium des Innern zur Förderung deutscher Kultur des Ostens schließt die lesenswerte Dokumentation ab.

 

  • Band 3:

Johannes Hampel: Von Troppau bis Czernowitz. Vermächtnisse eines Mitteleuropäers im 20. Jahrhundert. Festschrift zum 70. Geburtstag
1995, 308 S. 5,00 €
ISBN 3-910077-05-6

Das politische und pädagogische Denken des Vorsitzenden des Bukowina-Instituts Augsburg wird in einer Auswahl von Aufsätzen aus den Jahren 1961 bis 1995 vorgestellt. Hampels Motive zur Befassung mit dem Forschungsthema „Bukowina“ lesen sich wie eine spannende Chronik politischen Denkens im 20. Jahrhundert. Die zentralen Themen des Autors aus Philosophie, Politikwissenschaft, Politischer Bildung, Pädagogik und Schulpolitik sind Ethnizität, Versöhnung mit Osteuropa und deutsch-jüdische Aussöhnung. Geburtsheimat Troppau und gedankliche Heimat Czernowitz verschmelzen auf diese Weise zu einer Art „Lebensprogramm“.

 

  • Band 4:

Wegbegleitung. Heribert Losert und seine Schülerinnen und Schüler
Ausstellungskatalog 1998, 48 S. 9,00 €
ISBN 3-910077-07-2

Neben 28 Farbreproduktionen von Malereien der Schülerinnen und Schüler enthält das Buch je zwei Schwarzweiß- und Farbbilder des Meisters. Der Textteil wird von Heribert Losert („Ein Grundkurs“), Ortfried Kotzian („Die Losertsche ´Schule´ – zwischen Kunstpädagogik und persönlichen Lebens- und Schaffenslinien“), Angelika Simeth („Weg -Begleitung“) und Marie-Luise Kotzian („…und seine Schülerinnen und Schüler“) gestaltet. Im Vorwort von Prof. Dr. Johannes Hampel ist von dem „so oft beschworenen Schöpferischen“ die Rede, „das hier Wirklichkeit wurde.“

 

  • Band 5:

Die Deutschen aus dem Osten in Augsburg. Eine Informationsschrift, hrsg. von Barbara Brunner-Dawidek, Ortfried Kotzian und Willi Reisser
1998, 368 S., 58 Abbildungen, Karten, 16 Farbtafeln 8,00 €
ISBN 3-910077-08-0

Das Buch dokumentiert das Schicksal der Sudetendeutschen, Ober- und Niederschlesier, Ost- und Westpreußen, Pommern und Ungarndeutschen, der Donauschwaben aus Jugoslawien, der Banater Schwaben, Siebenbürger Sachsen und Buchenlanddeutschen aus Rumänien sowie der Deutschen aus Rußland in ihrer Heimatstadt Augsburg. Es zeigt die Vielfalt der Heimatgruppen und -verbände, der kulturellen, kirchlichen und wissenschaftlichen Einrichtungen auf, die sich in Augsburg um Bereicherung des städtischen Lebens bemühen. Ausführlich geht das reich bebilderte, mit Karten und Statistiken versehene Werk auf die Situation der im Osten verbliebenen Deutschen ein. Ein exemplarisches Werk über die Integration von Flüchtlingen, Heimatvertriebenen und Aussiedlern in ihrer neuen Heimat!

 

  • Band 6:

Nadija Pluschtsch/Roland Pietsch: Augsburger Ukrainicum. Lehrwerk für die ukrainische Sprache
1999, 322 S. 18,00 €
ISBN 3-910077-10-2

Das Lehrwerk, das in mehrjähriger Arbeit von der Kiewer Sprachwissenschaftlerin Prof. Dr. Nadija Pluschtsch und dem deutschen Ukrainisten Prof. Dr. Roland Pietsch, Ordinarius an der Ukrainischen Freien Universität (UFU) München und Ehrenprofessor der Universität Kyjiver Mohila Akademie, entwickelt wurde, bietet in 30 Lektionen und 10 Wiederholungslektionen umfassende Basiskenntnisse der ukrainischen Sprache. Das Werk ist als Arbeitsbuch gestaltet und vermittelt Einblicke in die Lebens- und Alltagssituation in der Ukraine.

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