Lehr:werkstatt

Ein Praktikumsangebot für Studierende der Lehrämter an Grundschulen, Realschulen und Gymnasien

 

„Mehr Mensch pro Schüler/in“:   Unter diesem Motto arbeiten in der Lehr:werkstatt ein/e Studierende/r (Lehr:werker/in) des Lehramts Gymnasium oder Realschule, zum Schuljahr 2020/21 erstmals auch des Lehramts Grundschule,    und eine Lehrkraft (Lehr:mentorIn) über ein Schuljahr hinweg studienbegleitend und in Blockphasen während der vorlesungsfreien Zeit zusammen. Von dieser intensiven Tandemarbeit profitieren alle Beteiligten:

 

  • Die Studierenden erhalten frühzeitig einen realistischen Einblick in ihr künftiges Berufsfeld, können Studieninhalte in der Praxis umsetzen, werden in ihrer Berufswahl bestärkt oder können sie reflektiert korrigieren. Außerdem erhalten sie kompetentes Feedback ohne Notendruck.
  • Die Lehrkräfte erhalten Unterstützung im Unterricht und in der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, können Ideen umsetzen und ihre Erfahrungen weitergeben.
  • Die Schülerinnen und Schüler können individueller gefördert werden.
  • Die Schulen tragen nicht nur aktiv zur LehrerInnenbildung bei, sondern erweitern auch ihre Lernangebote.

 

Während des Praktikumsjahres werden die TeilnehmerInnen durch universitäre Angebote begleitet (für die Studierenden verpflichtend, für die Lehrkräfte optional):

 

  • Die Tandems werden durch Kompetenzworkshops zu Themen wie Teamteaching, individueller Förderung, adaptivem Unterricht unterstützt.
  • Die Studierenden nehmen zusätzlich an einem Begleitseminar teil, das die wissenschaftliche Fundierung sowie den moderierten Erfahrungsaustausch zum Ziel hat.

 

Im Rahmen der Lehr:werkstatt können Studierende der Lehrämter an Realschulen und Gymasium das Orientierungspraktikum und das pädagogisch-didaktische Praktikum absolvieren. Das Engagement in der Lehr:werkstatt wird für die Studierenden zusätzlich durch ein Zertifikat gewürdigt.

 

Die Bewerbungsphase für das Schuljahr 2020/21 ist beendet. Über den Bewerbungsstart für das Schuljahr 2021/22 informieren wir Sie rechtzeitig an dieser Stelle.

© Koordinationsstelle Lehr:werkstatt

* mind. 225 Stunden

 

 

Blockphasen

Lehr:werkerIn und Lehr:mentorIn arbeiten ab dem ersten Schultag zusammen:

  • Die Lehr:werkstatt startet mit einer etwa dreiwöchigen Blockphase noch in der vorlesungsfreien Zeit, in der die Studierenden täglich am Schulgeschehen teilnehmen.
  • Innerhalb der nächsten Semesterferien (Februar bis April) ergibt sich erneut die Gelegenheit, über drei bis vier Wochen hinweg jeden Tag im Tandem zusammenzuarbeiten.
 
Studienbegleitende Phasen

Während der Vorlesungszeiten im Winter- und Sommersemester läuft die Lehr:werkstatt parallel zum Lehramtsstudium:

  • Abhängig vom Stundenplan beider TandempartnerInnen legt jedes Team einen oder zwei Tage pro Woche fest, an denen die Lehr:werkerIn der Lehrkraft für schulische Aufgaben zur Verfügung steht und den Unterricht mitgestaltet.
  • Die Prüfungsphasen sollten von Präsenzzeiten in der Schule freigehalten werden.
 
Einführungsveranstaltung und Kompetenzworkshops

Im Laufe des Lehr:werkstatt-Jahres werden verschiedene Workshopformate für Studierende (verpflichtend) und Lehrkräfte angeboten:

  • Noch vor den Sommerferien findet eine ganztägige Einführungsveranstaltung statt, bei der wichtige Grundlagen für eine gute Zusammenarbeit im Tandem geschaffen werden.
  • Über das Schuljahr verteilt finden zwei Kompetenzworkshops statt, die spezifische Themenstellungen des Unterrichtens aufgreifen und neue Impulse aus aktueller Forschung und Lehre setzen.
  • Lehr:mentorInnen erhalten eine Bestätigung über ihre Teilnahme an den Kompetenzworkshops.
 
Begleitseminar

Die Studierenden nehmen an einem verpflichtenden Begleitseminar zur Lehr:werkstatt teil. Das Begleitseminar wird in Form von Blockveranstaltungen während der Vorlesungszeit organisiert. Wir empfehlen dringend, bereits vor dem Entschluss über eine Teilnahme an der Lehr:werkstatt zu prüfen, ob die Begleitveranstaltungen mit der individuellen Studienplanung vereinbar sind.

 

 

 

Persönlicher Gewinn © Koordinationsstelle Lehr:werkstatt

 

Lehr:werkerInnen …

  • reflektieren ihren Berufswunsch unter Realbedingungen und treffen darauf basierend eine fundierte Berufsentscheidung.
  • erhalten kompetentes Feedback ohne Notendruck.
  • profitieren von einer intensiven Betreuung – von Schule und ZLbiB.
  • können sich von ihrer/m Lehr:mentorIn ein qualifiziertes Zeugnis ausstellen lassen, das über ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten Auskunft gibt.
  • sammeln Erfahrung im Unterrichten.
  • erhalten einen realistischen Einblick in das Schulleben und den Alltag einer Lehrkraft.

 

Lehr:mentorInnen…

  • können sich in Workshops fortbilden.
  • erhalten die Möglichkeit, sich Feedback durch Studierende einzuholen.
  • gewinnen neue Impulse aus der universitären LehrerInnenbildung.
  • können sich im Team-Teaching ausprobieren.
  • bilden die Lehrkräfte von morgen aus.
  • können SchülerInnen individueller fördern.
  • werden durch die Unterstützung der Lehr:werkerInnen entlastet.

 

SchülerInnen …

  • haben eine/n zweite/n AnsprechpartnerIn.
  • erleben unterschiedliche Persönlichkeiten und Methoden.
  • werden individuell gefördert.

 

Schulen …

  • steigern die Teamorientierung im Kollegium.
  • leisten einen wertvollen Beitrag zur universitären LehrerInnenbildung.
  • generieren Freiräume für Projekte und weitere Lernangebote.

 

 

 

  1. Anmeldung

    Interessierte Lehrkräfte und Studierende bewerben sich über www.matchingtool.org. Der Bewerbungsschluss für jedes Schuljahr – in der Regel im Frühjahr – wird frühzeitig unter Aktuelles sowie am Beginn dieser Seite bekannt gegeben.

    Nur BewerberInnen, die den Fragebogen mit den erforderlichen Daten ausgefüllt und rechtzeitig zum Bewerbungsschluss freigegeben haben, können an der Tandembildung teilnehmen.

  2. Voraussetzungen
    Studierende müssen vor Beginn bzw. im ersten Halbjahr des Lehr:werkstattjahres das Seminar „Planung, Analyse und Evaluation von Lehr-/Lernprozessen“ absolvieren.

     

    Lehrkräfte stellen vor der Freigabe ihrer Bewerbung sicher, dass ihre Schulleitung über ihre Bewerbung unterrichtet und damit einverstanden ist.
     

  3. Tandembildung
    Das ZLbiB führt nach Ende des Bewerbungszeitraums – in der Regel im Mai – die Tandembildung durch und benachrichtigt die Teilnehmenden per E-Mail über ihre TandempartnerIn und die nächsten Termine. Lehrkräfte und Studierende stellen sicher, dass sie über die angegebene E-Mail-Adresse erreichbar sind.
     

  4. Kennenlernen
    Die Tandems verabreden untereinander ein Kennenlernen. Bei diesem Treffen klären sie anhand eines Leitfadens ihre Erwartungen, Bedürfnisse und weitere für eine gute Zusammenarbeit entscheidende Punkte.
     

  5. Bestätigung
    Die TandempartnerInnen melden bis zu dem per E-Mail kommunizierten Datum zurück, ob sie in ihrem vorgeschlagenen Tandem arbeiten möchten oder nicht.

    Sagen beide PartnerInnen zu, ist das Tandem bestätigt.

    Wenn ein/e BewerberIn keine Rückmeldung gibt, gilt das Tandem als nicht bestätigt und die BewerberIn wird für eine zweite Runde nicht mehr berücksichtigt.

    Legt eine/r der PartnerInnen ein Veto ein, werden in einer zweiten Runde andere TandempartnerInnen gesucht.
     

  6. Zuweisung
    Nach einer zweiten Runde der Tandembildung werden alle bestätigten Tandems von den zuständigen Praktikumsämtern offiziell zugewiesen. Bei Problemen jeglicher Art wenden Sie sich bitte an den unten angegebenen Kontakt.
     

  7. Geschafft!
    Herzlich willkommen im neuen Lehr:werkstattjahrgang an der Universität Augsburg!

 

 

Was passiert, wenn Lehr:werkerIn und Lehr:mentorIn eine unterschiedliche Fächerkombination haben?

Es kann vorkommen, dass das gebildete Tandem nur ein Fach gemeinsam hat. In diesen Fällen findet sich im Kollegium fast immer eine weitere Lehrperson, die die Rolle einer ZweitmentorIn übernimmt.

 

Welche Verpflichtungen gehe ich ein?

Der/Die Lehr:werkerIn verpflichtet sich zur Teilnahme an der Lehr:werkstatt für die Dauer des Schuljahres. Er/Sie hat im Vorfeld geprüft, ob sich die Lehr:werkstatt mit dem Studienpensum der beiden Semester gut vereinbaren lässt. Obligatorisch ist die Teilnahme an den Kompetenzworkshops sowie der Einführungs- und Abschlussveranstaltung und dem Begleitseminar.

 

Wie erhöhe ich meine Chancen, gematcht zu werden?

Je mobiler Sie sind, umso besser sind die Matchingmöglichkeiten. Viele Schulen, die weiter vom Uni-Standort entfernt sind, zeigen eine hohe Bereitschaft, sich auf die Bedürfnisse der Lehr:werkerInnen einzurichten. Die meisten Schulen im Augsburger Umland sind auch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und teilweise mit dem Semesterticket erreichbar.

Ihre Teilnahmechancen erhöhen sich außerdem durch eine Bewerbung bis zur ersten der zwei Matchingrunden (für das Schuljahr 2020/21: 01. Mai 2020).

 

Wie werde ich Lehr:werkerIn?

Bewerben können Sie sich für das jeweils kommende Lehr:werkstatt-Jahr immer zwischen Anfang Februar und Ende April über www.matchingtool.org. Weitere Informationen finden Sie unter www.lehrwerkstatt.org und persönlich über den angegebenen Kontakt.

 

Kann ich Lehr:werkerIn an meiner ehemaligen Schule werden?

Um für die Studierenden den Rollenwechsel von der SchülerInnenrolle zur Rolle der Lehrperson möglichst reibungslos zu gestalten, werden im Matchingtool keine Tandems mit Lehrkräften der ehemaligen Schule der Studierenden gebildet.

Sollten Sie explizit mit einem/r TandemparterIn an Ihrer alten Schule arbeiten wollen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

 

Ist die Lehr:werkstatt zeitlich mit einem Vollzeitstudium vereinbar?

Die Lehr:werkstatt ist darauf ausgelegt, sich gut mit einem Vollzeitstudium vereinbaren zu lassen. Die Richtdauer während des gesamten Lehr:werkstatt-Jahres beträgt 225-260 Stunden. Diese könnten sich folgendermaßen auf die einzelnen Bausteine der Lehr:werkstatt verteilen:

 

Erste Blockphase: 3-4 Wochen, bei 4-5 Stunden täglich: 60-100 Stunden

Studienbegleitende Phase WiSe: 10 Wochen, 4-5 Stunden je Woche: 40-50 Stunden

Zweite Blockphase: 3-4 Wochen, bei 4-5 Stunden täglich: 60-100 Stunden

Studienbegleitende Phase SoSe: 6 Wochen, 4-5 Stunden je Woche: 24-30 Stunden

 

Die Ausgestaltung in jedem Tandem erfolgt individuell – Lehr:mentorIn und Lehr:werkerIn stimmen sich über die zeitliche Verteilung der Stunden ab und gestalten diese so, dass es für ihr Tandem optimal ist.

 

Bitte beachten Sie dennoch, dass die Teilnahme an der Lehr:werkstatt ggf. mit einem zeitlichen Mehraufwand für Sie verbunden ist, der sich beispielsweise auch aus den verpflichtend zu besuchenden Kompetenzworskhops und dem Begleitseminar ergibt. Prüfen Sie daher bereits im Vorfeld, ob eine Teilnahme an der Lehr:werkstatt mit Ihrer individuellen Studienplanung vereinbar ist.

 

Erhalte ich Leistungspunkte (ECTS) für die Teilnahme?

Die Teilnahme an den Kompetenzworkshops und am Begleitseminar kann aktuell leider nicht bepunktet werden.

 

Kann ich trotz bereits absolvierter Pflichtpraktika teilnehmen?

Durch die Lehr:werkstatt können zwei Praktika der LPO 1 ersetzt werden: das Orientierungspraktikum und das pädagogisch-didaktische Praktikum.

Wurden beide Praktika bereits absolviert, steht dies der Teilnahme an der Lehr:werkstatt nicht im Wege. Ganz im Gegenteil: Die dort gesammelte Schulerfahrung kann gewinnbringend in das Lehr:werkstattjahr miteinfließen; das Engagement in der Lehr:werkstatt stellt eine zusätzliche Qualifikation dar, die mit einem Zertifikat belegt wird.

 

Wie erfolgt die Anrechnung der Lehr:werkstatt als Orientierungs- und pädagogisch-didaktisches Praktikum?

Alle bestätigten Tandems werden von den zuständigen Praktikumsämtern offiziell zugewiesen. Die Praktikumsämter gewährleisten, dass die Lehr:werkstatt nach Ableistung des Schuljahres als Ersatz für Orientierungs- und pädagogisch-didaktisches Praktikum anerkannt werden kann. Ausgestellt werden die entsprechenden Bescheinigungen von der Schulleitung der jeweiligen Lehr:werkstatt-Schule.

 

Ich kann an einer Veranstaltung der Lehr:werkstatt nicht teilnehmen. Was soll ich tun?

Die Teilnahme an den Kompetenzworkshops und am Begleitseminar ist verpflichtend. Aus diesem Grund behalten wir uns vor, bei unentschuldigtem Fehlen kein Zertifikat auszustellen. Sollten Sie begründet verhindert sein, setzen Sie sich mit uns in Kontakt.

 

 

Wie werde ich Lehr:mentorIn?

Bewerben können Sie sich für das jeweils kommende Lehr:werkstatt-Jahr immer zwischen Anfang Februar und Ende April über www.matchingtool.org. Weitere Informationen finden Sie unter www.lehrwerkstatt.org und persönlich über den unten angegebenen Kontakt.

 

Was erhalte ich für meine Teilnahme?

Lehrkräfte erhalten ein Zertifikat für die einjährige Teilnahme am Projekt. Die einzelnen Kompetenzworkshops werden außerdem durch Teilnahmebestätigungen bescheinigt.

 

Wie erhöhe ich meine Chancen, gematcht zu werden?

In der Vergangenheit hat es sich gezeigt, dass es wenig gewinnbringend für beide TandempartnerInnen ist, wenn das Tandemfach beispielsweise nur zwei Stunden an zwei verschiedenen Tagen unterrichtet wird. Prüfen Sie also vorab, mit welchem Ihrer Fächer eine Teilnahme an der Lehr:werkstatt praktikabel ist.

Ihre Teilnahmechancen erhöhen sich außerdem durch eine Bewerbung bis zur ersten der zwei Matchingrunden (für das Schuljahr 2020/21: 01. Mai 2020).

 

Welche Verpflichtungen gehe ich ein?

Der/Die Lehr:mentorIn verpflichtet sich zur Teilnahme an der Lehr:werkstatt für die Dauer des Schuljahres. Er/Sie ist auf eine ausreichende Anzahl an Schulstunden bedacht, sodass eine Beteiligung der/s Studierenden gewährleistet ist. Eine Teilnahme an den Kompetenzworkshops ist nicht verpflichtend, aber v.a. für die Stärkung des Teamgeistes im Tandem wünschenswert.

 

Was passiert, wenn Lehr:werkerIn und Lehr:mentorIn eine unterschiedliche Fächerkombination haben?

Es kann vorkommen, dass das gebildete Tandem nur ein Fach gemeinsam hat. In diesen Fällen hat die Erfahrung gezeigt, dass sich im Kollegium fast immer eine weitere Lehrperson findet, die bereit ist, die Rolle einer ZweitmentorIn zu übernehmen. ZweitmentorInnen bewerben sich nicht über das Matchingtool, werden aber bei entsprechender Kontaktaufnahme mit der Koordinationsstelle (Kontakt s.u.) als reguläre MentorInnen in das Projekt aufgenommen.

 

 

 

 

 

Koordinationsstelle Lehr:werkstatt am ZLbiB der Universität Augsburg

 

E-Mail: lehrwerkstatt@zlbib.uni-augsburg.de
Telefon: 08 21 / 5 98   59 28

 

Anschrift:

Universität Augsburg

Universitätsstraße 10 (Raum D 1044)
86159 Augsburg

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