schauinsblau

Kopfgrafik: “Hermes”, Zeichnung © Michael Jordan 2005

Magazin für Literatur, Kunst und Wissenschaft

 

«schauinsblau» ist ein Onlinemagazin der Universität Augsburg für Literatur, Kunst und Wissenschaft. Es vereint literarische Texte, Essays, (kultur-) journalistische Formate und Gespräche zu aktuellen Themen und zeitgenössischen Kunstformaten.

 

«schauinsblau» nimmt die regionale, aber auch überregionale Kultur in den Blick. Neben Theaterkritiken, Film- und Buchbesprechungen sowie Musikrezensionen wird besonders auch die Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft untersucht. So unter anderem in den verschiedenen Gesprächsformaten mit namhaften Künstler*innen und Kulturschaffenden, wie beispielsweise Friederike Mayröcker, Thomas Köck oder Stefan Kaegi von Rimini Protokoll.

 

«schauinsblau» kooperiert eng mit der «Bayerischen Akademie des Schreibens» und den «Augsburger Gesprächen zu Literatur und Engagement» und versteht sich damit auch als Plattform für die Vernetzung von Nachwuchs und etabliertem Kulturbetrieb.

22. Februar 2021

Ausgänge: TEIL I

Zwischen tiefenzeitlichem Ambiente und Terraforming könnte es künstliche Landschaften geben, die Ausgänge aus den entzündeten Aporien der Gegenwart ermöglichen. Joshua Groß denkt darüber nach, ausgehend von A Japanese Horror Film von Chester Watson, Reise zum Mount Tamalpais von Etel Adnan und Altiplano von Malena Szlam.

8. Februar 2021

#1 hörinsblau – Das Gespräch mit dem Schriftsteller Thomas Lehr

Seit 2018 werden einmal im Jahr Autor*innen, Kulturschaffende und Studierende nach Augsburg eingeladen, um über Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe zu diskutieren. Das Ganze läuft unter dem Label Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement und ist eine Kooperation des Friedenbüros Augsburg, des Sensemble Theaters und der Universität Augsburg. Unter einem jährlich wechselnden Motto wird in geschlossener Runde und im öffentlichen Gespräch darüber diskutiert, wie sich soziale Wirklichkeiten verändern und wie sich Literatur und Theater dazu stellen kann. Unter dem Eindruck der Corona-Krise mussten sich 2020 auch die Augsburger Gespräche neue Kanäle suchen. So ist eine Vielzahl kleinerer und größerer Formate entstanden, wie zum Beispiel auch dieses Interview. Prof. Dr. Stephanie Waldow sprach aus der Ferne via Zoom mit dem Schriftsteller Thomas Lehr über sein Werk, Manipulation und Aufklärung und seine persönliche Auffassung von literarischem Engagement. Dieses interessante Gespräch woll

10. Juni 2020

„Theater hat dort gewonnen, wo es keine Lösung mehr weiß.“ – Schriftliches Gespräch mit Thomas Köck zum Politischen Schreiben für das Theater

Thomas Köck wird mit seinen mehrfach ausgezeichneten Theatertexten als politischer Autor diskutiert und dabei zugleich für seinen virtuos-poetischen Sprachgebrauch gelobt. Die Praxis der Kunst als politisches Mittel findet in seinen Theatertexten ebenso Raum, wie in seinen Aktivitäten als Blogger (vor allem im Rahmen des von ihm mitinitiierten Blogprojekts NAZIS & GOLDMUND), aber auch in seinen eher theoretischen (und darin nicht weniger politisch, poetisch und radikal subjektiven) Äußerungen im Rahmen der Hamburger Poetikvorlesung ghost matters oder dem Onlinemagazin logbuch des Suhrkampverlags. Kapitalismuskritik, Kritik an den gesellschaftlichen Ausgrenzungen, an Rassismus und Neokolonialismus oder der Klimawandel sind einige der Themen, die in den Texten des Mitte-30-jährigen in Österreich geborenen Sprachkünstlers unter vielgestaltigen und historischen wie aktuell theoretisch-philosophischen Bezug verhandelt werden.

30. März 2020

Lesen in Zeiten der Corona-Krise

„Störfall“ von Christa Wolf begleitet mich seit meiner Adoleszenz. Auf der ersten Umschlagseite des Bandes finden sich Bleistifteinträge, wann ich ihn gelesen habe: Dez. 87-Jan. 88 und März 2001. Das erste Mal kurz nach Erscheinen des Bandes 18 Monate nach der Reaktorschmelze in Tschernobyl/Ukraine, die am 26. April 1986 zu zwei Explosionen führte, die große Mengen an radioaktivem Material freisetzten. Damals zog dann „ahnungslos“ eine unsichtbare radioaktive Wolke nach Westen. Unter März 2011 habe ich wie zur Gedächtnisstütze den Anlass notiert: „nach d. Tsunami-Kernreaktorschmelze in Japan“. Und nun greife ich ein drittes Mal nach dem Buch in meinem Bücherschrank ... (Dorothea Erbele-Küster)

20. Dezember 2019

Ein Interview mit Susanne Heinrich

Susanne Heinrich wurde 1985 bei Leipzig geboren. Sie verfasste schon in ihrer Schulzeit literarische Texte und studierte zeitweise am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Zwischen 2005 und 2011 erhielt sie Aufenthalts-Stipendien in Berlin, Los Angeles und der Villa Massimo in Rom. In diesen Jahren veröffentliche sie zwei Romane und zwei Bände Erzählungen. Ab 2012 studiert sie Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Mit Das melancholische Mädchen erschien 2019 ihr erster Film, der von der Kritik vielfach begeistert aufgenommen wurde und bisher mit dem Max-Ophüls-Preis und dem Drei-Länder-Filmpreis der Sächsischen Kunstministerin für den besten Spielfilm ausgezeichnet wurde.

18. Dezember 2019

“Ich hoffe, das Theater wird weiterhin das tun, was man von ihm am wenigsten erwartet.” – Ein Interview mit Stefan Kaegi über Gegenstand, Freiheit und Engagement des Theaters

“Rimini Protokoll” nennt sich das Berliner Label, das Stefan Kaegi zusammen mit Helgard Haug und Daniel Wetzel im Jahr 2000 gegründet hat. Ziel des Regietrios ist es, die Realität aufzubrechen, um sie auf verschiedenste Weise neu zu präsentieren und auf die Bühne zu bringen. Kaegi inszeniert diese Facetten der Wirklichkeit in dokumentarischen Theaterstücken, Hörspielen und Stadtrauminszenierungen auf internationalem Raum und erhält dafür gemeinsam mit seinen Kollegen des “Rimini Protokolls” zahlreiche Auszeichnungen. Im Juli 2019 nahm Stefan Kaegi an den “Augsburger Gesprächen zu Literatur und Engagement” im Rahmen des Augsburger Friedensfestes teil, das in diesem Jahr unter dem Thema “Freiheit” stand. Dieses Gespräch soll nun mit “Schau ins Blau” über Gegenstand, Freiheit und Engagement des Theaters fortgeführt werden.

9. Mai 2019

Interview mit Jonas Lüscher

Ein halbes Jahr nach den Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement – spricht Schau ins Blau erneut mit einem der Teilnehmenden, dem Autor Jonas Lüscher. Der gebürtige Schweizer Schriftsteller wurde durch seine vielfach ausgezeichneten Texte "Frühling der Barbaren" (Novelle) und "Kraft" (Roman) bekannt und organisierte darüber hinaus öffentlichkeitswirksame Demonstrationen unter dem Motto ‚In ganz Europa. Für ein solidarisches Europa.‘ am 13. Oktober 2018. Neben den Themen Utopie, Engagement und Essay thematisiert das Interview auch die Bedeutung der Augsburger Gespräche, die Rolle der Literatur sowie die Aufgaben des Schreibenden.

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