Dr. Dr. Christopher Schliephake

Wissenschaftlicher Assistent
Alte Geschichte
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Raum: 5016 (D)
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Aktuell

Eröffnungsvortrag des Centre for Ancient Enviornmental Studies (St. Andrews)

Am 25.09. hielt Dr. Christopher Schliephake den Eröffnungsvortrag des neu gegründeten Zentrums für Antike Umweltstudien (University of St. Andrews). Der Titel des programmatischen Vortrags lautete "Pausanias as Nature Writer?" und eröffnete neue Perspektiven auf das neue Paradigma der Environmental Humanities sowie auf Pausanias' "Beschreibung Griechenlands". Eine Aufzeichnung des Vortrags kann über den Link abgerufen werden.

Internationaler Workshop zu neuen Perspektiven auf Mythos und Umwelt in der Antike

Zusammen mit Prof. Esther Eidinow (University of Bristol) organisiert Dr. Christopher Schliephake am 11. Dezember 2020 (16-19 Uhr) einen online Workshop zu "Ancient Environments and Their Legacy: Long-Term Environmental Interactions, Ecological Knowledge, and the Transformative Potential of Myths". Interessierte können sich per Email bei Ch. Schliephake melden.

Wissenschaftspreis der Universität Augsburg

Für seine Dissertation "Sikander's Footsteps" erhielt Dr. Schliephake 2018 den Wissenschaftspreis der Universität Augsburg.

Wissenschaftlicher Werdegang

Christopher Schliephake studierte Englisch, Geschichte und Erziehungswissenschaften an der Universität Augsburg (Staatsexamen 2011, mit Auszeichnung) sowie den interdisziplinären Masterstudiengang „Ethik der Textkulturen“ des ENZ-Bayern (Uni Augsburg/Erlangen-Nürnberg) (M.A. 2010, mit Auszeichnung). 2013 promovierte er zunächst (als Fortführung eines größeren, noch aus Studienzeiten stammenden Projektes) in Amerikanistik (GutachterInnen Prof. Hubert Zapf und Prof. Serenella Iovino/Chapel Hill), 2018 dann in Alter Geschichte (GutachterInnen Prof. Gregor Weber, Prof. Jürgen Malitz und Prof. Natascha Sojc). 

Von 2012-2018 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl f. Alte Geschichte der Universität Augsburg, seit März 2018 ist der dort Wiss. Assistent.

 

Aktuell arbeitet Ch. Schliephake an seiner Habilitation mit dem Arbeitstitel „Träume und Traumdivination in den Werken Plutarchs“. Es wird sich dabei um die erste systematische Analyse von Träumen, Trauminterpretationen und divinatorischen Formen der Traumdeutung in den biographischen und philosophischen Texten Plutarchs handeln. Die Arbeit beleuchtet die philosophischen Grundlagen des Umgangs mit Träumen bei Plutarch, den sozialen Platz und die Funktion von Träumen in seinen Schriften sowie die kulturellen Aspekte, die bei der Traumdeutung eine Rolle spielten, wobei Fragen der Identität und der Performanz im Zentrum stehen werden. Zusammen mit G. Weber organisiert Ch. Schliephake die Sektion „Deutungskämpfe um die antike Divination im Spiegel spätrepublikanischer und kaiserzeitlicher Texte“ beim Historikertag in München/Okt. 2021.

 

Ch. Schliephake ist außerdem aktiv an der interdisziplinären Erschließung und internationalen Vernetzung des Paradigmas der „Environmental Humanities“ beteiligt. Seine Forschungen nehmen eine international anerkannte und vielbeachtete Vorreiterrolle ein, da sie dieses Paradigma erstmals auf die Antike ausweiten. Im Kern geht es darum, tiefenhistorische Traditionslinien des Nachdenkens über Umwelt(en) nachhaltig in der aktuellen geisteswissenschaftlichen Umweltforschung zu verankern, die einseitig die Epoche des sog. „Anthropozäns“ in den Blick rückt. Gemeinsamkeiten, aber v.a. auch Unterschiede der Mensch-Natur-Interaktion zwischen Antike und Moderne stehen im Zentrum vielfältiger Publikationen. Zusammen mit Prof. Esther Eidinow organisiert Ch. Schliephake einen eigenen Konferenztag bei der internationalen Konferenz STREAMS: Transformative Environmental Humanities in Stockholm (Aug. 2021), der über kleinere online workshops vorbereitet werden wird und mit „Ancient Environments and Their Legacy: Long-Term Environmental Interactions, Ecological Knowledge, and the Transformative Potential of Myths“ betitelt ist (eine entsprechender Band bei Bloomsbury ist in Vorbereitung). Im Herbst 2020 war Ch. Schliephake eingeladen, den Eröffnungsvortrag des neu gegründeten Centre for Ancient Environmental Studies (St. Andrews) zu halten. Aktuell arbeitet er an einer neuen Umweltgeschichte der Antike (AGF). Von 2016-2020 war er Teil der Redaktion der international angesehenen online Zeitschrift Ecozon@. Seit 2018 ist er im Editorial Board der Reihe „Ancient Environments“ (Bloomsbury).

 

Ch. Schliephake ist Mitglied des Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg und assoziiertes Mitglied des Jakob-Fugger-Zentrum/Centre for Advanced Studies (Universität Augsburg).

 

Ein CV kann unten abgerufen werden.

 

Aktuelle Publikationen

Monographien:

 

  • The Environmental Humanities and the Ancient World: Questions and Perspectives (Cambridge Elements in Environmental Humanities). London: Cambridge UP 2020. DOI: https://doi.org/10.1017/9781108782005
  • On Alexander’s Tracks: Exploring Geographies, Memories, and Cultural Identities along the North-West Frontier of British India in the Nineteenth Century (Oriens et Occidens 30). Stuttgart: Steiner 2019. (zugleich Dissertationsschrift in Alter Geschichte, Augsburg 2018)

 

Herausgeberschaft:

  • ‘Nachhaltigkeit’ in der Antike: Diskurse, Praktiken, Perspektiven (Geographica Historica 42). Stuttgart: Steiner 2020 (zus. mit N. Sojc und G. Weber).
  • Ecocriticism, Ecology, and the Cultures of Antiquity (Ecocritical Theory and Practice Series). Lanham, MD: Lexington, 2017 (reprint 2018). (Rez.: Christiane Hansen in Anglia 137.1 (2019), 170-174

 

Aufsätze:

  • „From storied to porous landscapes: Antiquity, the environmental humanities, and the case for long-term histories“, erscheint in GAIA (Ende 2020).
  • „Träume und Traumdeutung als Phänomene der ‚Liminalisierung‘ in der griechisch-römischen Antike am Beispiel von Artemidors Oneirokritika“, in: K. Waldner/J. Leithoff/C. Bachmann (Hrsg.), Liminialisierung: Konfigurationen des Übergangs in antiken Kulturen (PAW), erscheint Ende 2020.
  • „Wasser als naturräumliche, soziale und kulturelle Ressource zwischen Griechen und Nicht-Griechen in Herodots Historien“, in A. Schanbacher (Hg.): Nachhaltigkeit als Argument: Suffizienz, Effizienz und Resilienz als Parameter anthropogenen Handelns in der Geschichte (Göttingen), erscheint 2021.
  • „Historische Ökologie(n) der Antike“, in: H. Zapf/M. Schmidt (Hrsg.), Environmental Humanities: Konzepte, Themen, Forschungsperspektiven, erscheint 2021.
  • „Wenn die Kultur vom Anderen spricht. Die ‚Environmental Humanities‘, die ‚Natur‘ und antike Textressourcen“, in: D. Delp, X. Herren (Hrsg.), TextRessourcen. Agrarische, soziale und poetische Ressourcen in archaischer und hellenistischer Zeit, Hildesheim 2020, 293-324.
  • „Einleitung” (zus. m. N. Sojc/G. Weber), in: Ch. Schliephake/N. Sojc/G. Weber (Hg.), Nachhaltigkeit in der Antike: Diskurse, Praktiken, Perspektiven (Geographica Historica 42). Stuttgart: Steiner, 2020, 9-24.
  • „Nachhaltigkeit in Kult und Mytos – Athenas Olivenbaum auf der Akropolis”, in: Ch. Schliephake/N. Sojc/G. Weber (Hg.), Nachhaltigkeit in der Antike: Diskurse, Praktiken, Perspektiven (Geographica Historica 42). Stuttgart: Steiner, 2020, 143-162. 
  • „Gelehrte, Generäle und Glücksritter auf den Spuren Alexanders des Großen – Antike Rezeptionsgeschichte, Reiseliteratur und die ‘north-west frontier’ Britisch-Indiens im 19. Jahrhundert.“ Klio 102.1 (2020), 273-304. 
  • „Ithaca Revisited – Homer’s Odyssey and the (Other) Mediterranean Imagination.” The Mediterranean Other – the Other Mediterranean. Eds. Medardus Brehl/Andreas Eckl/Kristin Platt. Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2019. 133-151.
  • „The Sustainability of Texts: Transcultural Ecology and Classical Reception.” Ecocriticism, Ecology, and the Cultures of Antiquity. Ed. Ch. Schliephake. Lanham, MD: Lexington Books, 2017. 259-277.
  • „Introduction.” Ecocriticism, Ecology and the Cultures of Antiquity. Ed. Ch. Schliephake. Lanham, MD: Lexington Books, 2017. 1-15. 
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Rezensionen, Tagungsberichte, kleinere Beiträge:

  • Rez. von Ecology Without Culture: Aesthetics for a Toxic World, Christine L. Marran (Minneapolis: University of Minnesota Press, 2017), in Canadian Review of Comparative Literature 46.4 (2019), 629-633.
  • Rez. von Colonization and Subalternity in Classical Greece: Experience of the Nonelite Population, Gabriel Zuchtriegel (Cambridge: Cambridge UP, 2018), in Historische Zeitschrift 309.2 (2019), 451-53.
  • Rez. von A Global History of Literature and the Environment, John Parham and Louise Westling (eds.) (Cambridge: Cambridge UP, 2017), in Mitteilungen des Instituts für Europäische Kulturgeschichte 25 (2019), 155-159.
  • Rez. von Pollution and the Environment in Ancient Life and Thought, Orietta Dora Cordovana and Gian Franco Chiai (eds.) (Stuttgart: Steiner Verlag, 2017), in H-Soz-Kult, 17.06.2019, www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-28526>.
  • Rez. von The Routledge Companion to the Environmental Humanities, Ursula K. Heise, Jon Christensen, and Michelle Niemann (eds.) (London: Routledge, 2017), in Anglia 136.3 (2018), 562-569.
  • Rez. von Grenzen der Antike. Die Produktivität von Grenzen in Transformationsprozessen (Transformationen der Antike 28), Anna Heinze, Sebastian Möckel and Werner Röcke (eds.) (Berlin: de Gruyter, 2014), in Mitteilungen des Instituts für Europäische Kulturgeschichte 24 (2017), 128-131.

 

Eine vollständige Liste kann über den Link unten abgerufen werden.

 

Publikationsliste

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