Bildung für nachhaltige Entwicklung

Elisabeth Naurath

 

„Mit den Bäumen leben wir.

Aber wenn mehr Bäume gefällt werden, fällt auch immer ein Stück Leben weg von uns.“

(Nina, 9 Jahre alt)

 

Ein weitreichendes Nachhaltigkeits- und Umweltbewusstsein an schulischen und außerschulischen Lernorten zu schaffen ist ein zentrales Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Mithilfe der Verschränkung von handlungsleitenden und normativen Ansätzen werden verschiedene Wege gesucht, ökologische Gerechtigkeit auch pädagogisch mehr in den Vordergrund rücken zu lassen.

Dabei kann gerade die religiöse Bildung einen erheblichen Beitrag zur BNE leisten, da letztere „im Kern […] Selbstzweck als Bildung des Individuums hinsichtlich seiner temporalen und naturalen Bezüge [ist]“ (Bederna, K.: Art. Bildung für nachhaltige Entwicklung. In: ). Für die religionspädagogische Lehrerinnen- und Lehrerbildung bedeutet dies die explizite Thematisierung aktueller Umweltproblematiken und unzureichender ökologischer Gerechtigkeit im Zusammenhang mit daraus resultierenden Konflikten (vgl. Friedenspädagogik). Davon ausgehend sind aber ebenso handlungsleitende Kompetenzen zur Problemlösung Teil einer religiösen BNE, die einerseits die Natur als Schöpfung Gottes als schützenswert beurteilt und andererseits Visionen und Chancen aufzeigen kann, einen eigenen Beitrag zu leisten. 

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