Gegenstand des Masterstudiengangs ist Europa in seiner Vielgestaltigkeit und seiner Identität, seinen Spannungen und Konvergenzen: Es geht um Europa in seiner ganzen Komplexität. Diesem Anspruch gerecht zu werden, ist nicht Sache einer einzelnen Disziplin. Deshalb setzt der Studiengang auf das Zusammenspiel verschiedener Forschungsperspektiven und bringt programmatisch Dozierende und Studierende aus historischen Teilfächern mit Philologen, Ethnologen, Philosophen, Politologen und Juristen zusammen, um eine interdisziplinäre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Europa zu ermöglichen.

Fakten zum Studiengang
Name: Interdisziplinäre Europastudien
Studienabschluss: Master of Arts (M.A.)
Studienform: Vollzeit
Studienbeginn: Wintersemester/Sommersemester
Regelstudienzeit: 4 Semester
Zulassungsmodus: zulassungsfrei
Deutschkenntnisse (Mindestanforderungen): C 1
Hinweise: Zugangsvoraussetzungen gemäß § 4 der Prüfungsordnung vom 26.06.2013, in der Fassung vom 22.05.2019 (Konsolidierung II).
Bewerbungsschluss Sommersemester: 01. März *
Bewerbungsschluss Wintersemester: 01. September *

* Ausnahmen für grundständige Studiengänge bei Bewerber/-innen mit ausländischer Hochschulzugangs­berechtigung und Beruflich Qualifizierten.

Profil der Studierenden

Das Studienangebot richtet sich an Studierende, die bereits einen ersten Studienabschluss (z. B.: B. A.) in einer der einschlägigen Disziplinen erworben haben – ausdrücklich auch an Nicht-Historiker. Generell setzt der Studiengang darauf, dass die Studierenden Interdisziplinarität aktiv praktizieren, sich engagiert mit unterschiedlichen Forschungsperspektiven vertraut machen und konzentriert in neue Methoden einarbeiten.

 

Berufs- und Tätigkeitsfelder

Der Masterstudiengang Interdisziplinäre Europastudien eröffnet eine Reihe beruflicher Perspektiven: Durch den Erwerb interdisziplinärer Forschungspraxis werden nicht allein Möglichkeiten zu einer beruflichen Tätigkeit oder einer weiteren Qualifikation im Bereich der Forschung (der MA IES ermöglicht ein Promotionsstudium) eröffnet; Tätigkeiten in Museen und im Ausstellungswesen, in der Kulturverwaltung, im Tourismussektor, in der Denkmalpflege und der Erwachsenenbildung stellen weitere Berufsperspektiven dar. Nicht zu vernachlässigen ist die Option eines Quereinstiegs im Presse- und Verlagswesen, in der Öffentlichkeitsarbeit der freien Wirtschaft, der Unternehmensberatung, nicht zuletzt Tätigkeiten im Bereich des Öffentlichen Dienstes (gerade auch im Hinblick auf Institutionen der Europäischen Union) und bei Nicht-Regierungsorganisationen (NGO). Praktika und Auslandsaufenthalte werden zur weiteren Qualifikation und Profilbildung schon während des Studiums ausdrücklich begrüßt und können im Regelfall sehr gut in den Modulplan integriert werden (Erwerb von Leistungspunkten).

Studienorganisation

Der Masterstudiengang „Interdisziplinäre Europastudien“ ist auf vier Semester ausgelegt, in denen 120 Leistungspunkte (LP) erworben werden. Das Studium kann im Winter- wie auch im Sommersemester aufgenommen werden.

 

Das modular aufgebaute Studium gliedert sich in folgende Bereiche: Nach Absolvierung eines Kernbereichs, der das Themenfeld „Europa“ aus verschiedenen Perspektiven erschließt, ermöglicht der Studienaufbau ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit. Aus insgesamt neun (epochal oder systematisch definierten) Optionsbereichen (siehe Übersicht) wird eine Option für den Interdisziplinären Aufbaubereich I und eine weitere Option für den Interdisziplinären Aufbaubereich II ausgewählt. Ein Profilierungsbereich dient der Verstärkung eines individuell gesetzten Schwerpunktes und bereitet auf die abschließende Masterarbeit vor. Im Interdisziplinären Wahlbereich können weitere Studienleistungen, auch aus anderen Disziplinen, Praktika oder auch Sprachkurse eingebracht bzw. auf Antrag anerkannt werden. Durch die hohe Flexibilität der Studienplanung ist auch die Möglichkeit gegeben, Studienaufenthalte an ausländischen Universitäten in das Studium einzubinden.

 

In Aufbaubereich I und Aufbaubereich II (Modulgruppen B und C) wählen die Studierenden jeweils eine Option, der ein inhaltlich entsprechendes interdisziplinäres Angebot an Lehrveranstaltungen zugeordnet ist:

 

Epochal definierte Optionen für die Aufbaubereiche I, II:

 

  • Europäische Antike
  • Europäisches Mittelalter
  • Europäische Frühe Neuzeit
  • Europa in der Neuesten Zeit

 

Systematisch definierte Optionen für die Aufbaubereiche I, II:

 

  • Europäische Kulturgeschichte
  • Europäische Ideengeschichte
  • Europäische Ethnologie
  • Europäische Rechtsgeschichte
  • Europäische Politik in vergleichender Perspektive / Europäische Integration

Auslandsstudium

Ein Auslandssemester kann in der Regel gut in den Studienverlauf integriert werden. Prüfungen, die Sie in einem Auslandssemester absolvieren, können, falls einschlägig, als Studienleistungen angerechnet werden.

Praktika

Ein Praktikum mit einer Mindestlaufzeit von vier Wochen (Vollzeit) kann im MA Interdisziplinäre Europastudien mit 8 LP im Wahlbereich angerechnet werden.

Zulassung und Bewerbung

  1. Ein überdurchschnittlicher erster in- oder ausländischer berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einem geistes-, kultur-, sozialwissenschaftlichen oder juristischen Studiengang oder ein sonstiger diesen Abschlüssen gleich- oder höherwertiger Abschluss mit einer überdurchschnittlichen Gesamtnote. Ein überdurchschnittlicher Abschluss ist gegeben, wenn der Bewerber oder die Bewerberin mit der Gesamtnote seines/ ihres ersten Studienabschlusses zu den besten 50 von Hundert der Absolvent(inn)en des jeweiligen Prüfungsjahrgangs gehört. Der Nachweis gilt als erbracht, wenn die Gesamtnote 2,5 oder besser lautet. (Andernfalls erfolgt der Nachweis durch eine Bestätigung der zuständigen Prüfungsbehörde.)
  2. Das Vorliegen von Sprachkenntnissen in zwei europäischen Fremdsprachen auf dem Niveau B1 GER des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen; eine der Fremdsprachen kann Latein sein.Das Niveau B1 GER wird in der Regel in drei aufsteigenden, mit Erfolg abgeschlossenen Jahren gymnasialen Fremdsprachenunterrichts erreicht; die erforderlichen Sprachkenntnisse können durch Zeugnisse solcher Institutionen nachgewiesen werden, deren Ausbildung auf dem GER beruht oder ihm entspricht.Für Muttersprachler gilt der Nachweis der Fremdsprachenkenntnisse als erbracht. Als Nachweise von gesicherten Kenntnissen in Latein gelten das Latinum, die Lateinprüfung der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg oder äquivalente (z.B. in einem ausländischen Bildungssystem erbrachte) Leistungen. Veranstaltungsspezifische Sprachvoraussetzungen sind im Modulhandbuch des Studiengangs aufgeführt.

 

Bewerbung

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