Der Augsburger Mittelalter-Podcast

Von Chlodwig bis Columbus – Mehr als Fakten aus finsteren Zeiten

Die Vorlesung in der Mittelalterlichen Geschichte wird Ihnen im Wintersemester 2020/2021 in Form von ca. 30-minütigen Podcast-Folgen angeboten. Prof. Dr. Martin Kaufhold und PD Dr. Mathias Kluge sprechen dabei im Dialog über zentrale Themen und Ereignisse aus der Mittelalterlichen Geschichte „von Chlodwig bis Columbus“ und präsentieren Ihnen „mehr als Fakten aus finsteren Zeiten“.

 

Studierende, die über Digicampus in die Veranstaltung Vorlesung: Von Chlodwig bis Columbus – Mehr als Fakten aus finsteren Zeiten eingetragen sind, finden den Podcast als verlinkte Webdatei im Dateiordner der jeweiligen Sitzung. Eine Anmeldung mit gültiger RZ-Kennung sowie eine Teilnahme/Eintragung an der LV sind dabei notwendig (Hinweis: Sie werden bei Klick auf "Download" auf YouTube weitergeleitet).

Alternativ sind alle Podcast-Folgen auch direkt hier auf unserer Webseite frei zugänglich. Hören Sie doch gleich einmal rein …

1095: Papst Urban II. ruft in Clermont zum Ersten Kreuzzug auf

Prof. Dr. Martin Kaufhold im Gespräch mit PD Dr. Mathias Kluge

 

Zum Inhalt: Der Aufruf von Papst Urban II. zu einer bewaffneten Hilfe für die Christen des Ostens startete die Kreuzzüge als eine breite Bewegung, die der Papst gar nicht beabsichtigt hatte. Sein Aufruf mobilisierte die Christenheit in einer Phase religiöser und sozialer Unruhe. Die Verbindung von Ablaßversprechen und Kriegshandwerk traf einen Nerv der Zeit und wirkte trotz verschiedener Abschwächungen und vieler Rückschläge sehr lange nach.

Unser Literaturtipp

Steven Runciman, Geschichte der Kreuzzüge (History of the Crusades, aus dem Englischen übers. von Peter de Mendelssohn, 3 Bände, München 1957-1960), Sonderausgabe in einem Band, 9. Auflage, München 2019.

1117/1118: Die Affäre von Abaelard und Heloise

Prof. Dr. Martin Kaufhold im Gespräch mit PD Dr. Mathias Kluge

 

Zum Inhalt: Im historischen Rückblick gehört die Affäre von Abaelard und Heloise zu den großen Liebesgeschichten des Mittelalters. Sie führt uns mitten hinein in das bewegte intellektuelle Milieu von Paris im 12. Jahrhundert, das damals zu einem der Brennpunkte des europäischen Geistes wurde. Die Überlieferung dieser Zeit ermöglicht erstmals auch eine Innensicht auf die Handelnden. Eine psychologische Dimension hält Einzug in die Geschichte.

Unser Literaturtipp

Abaelards „Historia calamitatum“: Text – Übersetzung – literaturwissenschaftliche Modellanalysen, hrsg. von Dag Nikolaus Hasse, Berlin 2002.

 

1077: Der Gang nach Canossa

Prof. Dr. Martin Kaufhold im Gespräch mit PD Dr. Mathias Kluge

 

Zum Inhalt: Der Investiturstreit beendete eine elitäre Ordnung der christlichen Welt. In der Welt des frühen Mittelalters pflegten Könige und Bischöfe im engen Verbund eine göttliche Ordnung, in der einfache Menschen und komplexere soziale Verhältnisse fast nicht vorkamen. Das änderte sich nun. Neue Menschen, niedere Adlige, Bewohner von Städten, Handwerker und gelegentlich Bauern, drängten auf die Bühne und machten Ansprüche geltend. Sie machten sich Sorgen um ihr Seelenheil. Und ihre Sorgen beförderten die Reformen Gregors VII. Neue Kräfte beunruhigten die alte Welt.

Unser Literaturtipp

Stefan Weinfurter, Canossa. Die Entzauberung der Welt, München 2007.

962: Die Kaiserkrönung Ottos des Großen

Prof. Dr. Martin Kaufhold im Gespräch mit PD Dr. Mathias Kluge

 

Zum Inhalt: Die Kaiserkrönung Ottos (I.) des Großen in Rom war ein Höhepunkt der Aufstiegsgeschichte der zwangsbekehrten Sachsen, und sie begründete die besondere Rolle des römischen Kaisertums für die deutsche Geschichte. Diese erhielt damit keinen nationalen Fokus, sondern ein Leitbild mit hohem Ansehen und unscharfem Inhalt – mit allen bewegten Folgen.

Unser Literaturtipp

Matthias Becher, Otto der Große. Kaiser und Reich. Eine Biographie, München 2012.

800: Die Kaiserkrönung Karls des Großen

Prof. Dr. Martin Kaufhold im Gespräch mit PD Dr. Mathias Kluge

 

Zum Inhalt: Die Kaiserkrönung Karls des Großen in der Peterskirche Roms belebte die römische Kaisertradition im Westen Europas neu. Sie verschob das Kraftzentrum Europas vom Mittelmeerraum in die Region nördlich der Alpen.
Die Kaiserkrönung markierte den Anspruch der fränkischen Herrscher auf die Führungsrolle in der Christenheit und war damit auch ein Zeichen der Emanzipation vom griechischen Osten.

Unser Literaturtipp
Johannes Fried, Karl der Grosse. Gewalt und Glaube, München 2013.

Um 500: Die Taufe Chlodwigs

Prof. Dr. Martin Kaufhold im Gespräch mit PD Dr. Mathias Kluge

 

Zum Inhalt: Chlodwigs Taufe leitete den Übertritt des mächtigen Stammes der Franken zum katholischen Christentum ein, das zu diesem Zeitpunkt nicht ohne Konkurrenz war. Damit wurde die Christianisierung Westeuropas nach dem Niedergang des römischen Reiches auf den Weg gebracht.

Unser Literaturtipp
Patrick J. Geary, Die Merowinger. Europa vor Karl dem Großen, 3. Auflage, München 1996.

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