BAYSICS

Ansprechpartner/innen:

Ulrike Ohl, Sebastian Brumann

 

Kurzbeschreibung:

Weitreichende Folgen des Klimawandels machen umfangreiche Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen in Bayern notwendig, die in demokratischen Gesellschaften nur dann erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden, wenn diese von Bürgern als legitim, akzeptabel und machbar angesehen werden. Unter dem Motto „Wissen vermitteln – Wahrnehmung fördern – Komplexität kommunizieren“ werden in einem Citizen Science Ansatz über das neuartige BAYSICS-Portal ausgewählte Akteursgruppen (z.B. Erholungssuchende, Pollen-allergiker, naturinteressierte Bürger, Schüler) gezielt angesprochen, für die der Klimawandel durch eigene Beobachtungen in ihrem konkreten Umfeld erlebbar gemacht wird. Empirische, experimentelle und theoretische Forschungsansätze aus Naturwissenschaften, Fachdidaktik und Umweltsoziologie ermöglichen attraktive Angebote für die Nutzergruppen und gleichzeitig die Generierung von relevantem Wissen zu Klimafolgen, -anpassung und -schutz mit modernen Medien des Crowdsourcing.

 

Teilprojekt 8: Ein lokaler Klimareport für unsere Region – Schülerinnen und Schüler erforschen den lokalen Klimawandel

Im Teilprojekt 8 erhalten Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe die Gelegenheit, das globale Phänomen Klimawandel und seine Bedeutung für die eigene Lebenswelt vor der eigenen Haustür zu erforschen. Sie erlernen unterschiedlichste Forschungsmethoden wie zum Beispiel Klimamessungen mit wissenschaftlichen Instrumenten im Gelände, die Dokumentation und Auswertung von phänologischen oder biogeographischen Beobachtungen, oder sozialgeographische Datenerhebungen mit Fragebögen oder Interviews. Diese Methoden wenden sie in ihrer Region an und gelangen hierdurch zu spannenden Erkenntnissen zu den Implikationen des Klimawandels im eigenen Lebensumfeld. Dazu entsteht ab Mai 2018 am Lehrstuhl für Didaktik der Geographie der Universität Augsburg in Kooperation mit mehreren bayerischen Gymnasien ein umfassendes didaktisches Konzept nach dem Ansatz des „Forschenden Lernens“. Lernende werden also, anstatt lediglich Adressaten von Wissensvermittlung zu sein, ganz im Sinne der Citizen Science direkt an Forschung und Erkenntnisgewinnung beteiligt. Die kritische Auseinandersetzung im Seminar soll den Schülerinnen und Schülern eine differenzierte Urteils- und Handlungsfähigkeit im Zusammenhang mit dem Klimawandel ermöglichen. Davon können letztlich auch Politik und Wissenschaft profitieren, denn Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen erweisen sich meist nur dann als umsetzbar, wenn sie von Bürgerinnen und Bürgern als legitim und sinnvoll angesehen werden. Durch von Schülern mitgestaltete „lokale Klimareports“ und regionale Bürgerkonferenzen kann es darüber hinaus gelingen, den Austausch über den Klimawandel in der eigenen Region in die Mitte der bayerischen Bevölkerung zu tragen. Nicht zuletzt leisten die Klimaseminare an den Schulen mit den dort gesammelten Daten auch einen Beitrag zur Citizen Science Plattform und damit zur Erforschung des Klimawandels in Bayern.

 

Förderer:

bayklif

 

stmwk

 

Weitere Informationen:

Projekthomepage

 

Publikationen:

Brumann, S. / Ohl, U. (im Druck): Forschendes Lernen im Geographieunterricht.

 

Vorträge:

"Forschendes Lernen im Geographieunterricht", Vortrag im Rahmen des Bayerischen Schulgeographentags, Bayreuth, 08.03.2018.

 

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