Prof. Dr. med. Verina Wild

Professorin für Ethik der Medizin
Ethik der Medizin
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Forschungsinteressen

Prof. Dr. med Verina Wild forscht und lehrt in den Bereichen Medizinethik/Bioethik, Public Health Ethik und Global Health Ethik. Ihr besonderes Interesse gilt Vulnerabilität, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit Gesundheit, auch mit globaler Dimension. Derzeit beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit der COVID-19 Pandemie aus Sicht der Public Health Ethik. Sie ist Projektleiterin der BMBF-Forschungsgruppe „META“, welche ethische, gesellschaftliche und rechtliche Fragen zu mobilen Gesundheitstechnologien (Apps, Wearables) untersucht. Sie leitete Projekte zu Migration und Gesundheit sowie zu ethischen Aspekten kosmetischer Genitalchirurgie. Darüber hinaus forschte sie zu Methoden der ethischen Entscheidungsfindung; Ethik klinischer Studien während der Schwangerschaft;Ethik der Gesundheitssystemforschung; Anreizinstrumente im Krankenhaus (DRGs) aus ethischer Perspektive. Sie war mehrfach an Expertengremien für die Weltgesundheitsorganisation beteiligt. 

Kurzlebenslauf

Studium der Humanmedizin an der Georg-August-Universität in Göttingen mit einem studienbegleitenden Schwerpunkt in Medizinethik. Auslandsaufenthalte u.a. in Argentinien, Schottland, Spanien und Tansania. Promotion an der Universität Zürich (ausgezeichnet mit dem Nachwuchspreis der Akademie für Ethik in der Medizin). Praktische Tätigkeit als Ärztin der Inneren Medizin in Berlin. Von 2008 bis 2016 Oberassistentin und zeitweise stellvertretende Leitung am Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich. Habilitation im Fach Ethik der Medizin mit einer Arbeit zu Vulnerabilität und Gerechtigkeit in Medizin, Forschung und Public Health. Von 2015 bis 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Philosophie IV der LMU. Von 2017 bis 2020 am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der LMU. Von 2018 bis 2020 stellvertretende Institutsleitung des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der LMU. Forschungsaufenthalte in den USA und in Australien (Schwerpunkt Public Health Ethik). 

Seit 2017 Projektleitung “META - mHealth: Ethical, legal and social aspects in the technological age”, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. 
Seit November 2020 Inhaberin der Professur für Ethik der Medizin an der Universität Augsburg. 

Stipendien und Auszeichnungen

2020: BMBF-Förderung für Forschungsaufenthalt an der Rutgers University, USA (School of Public Health, Department of Health Behavior, Society and Policy)

2018: Prinzessin Therese von Bayern-Preis der LMU München für herausragende Leistungen in Forschung und Lehre

2017: DFG-Förderung für Forschungsaufenthalt an der University of Sydney, Australia (Faculty of Medicine and Health,Sydney Health Ethics)
2011: SNSF-Förderung für Forschungsaufenthalt an der Columbia University New York, USA (Mailman School of Public Health, Center for the History and Ethics of Public Health) 
2006: Nachwuchpreis der Akademie für Ethik in der Medizin für Arbeit zu ethischen Aspekten von Forschung an schwangeren Frauen
2003-2004: Carlo Schmid-/DAAD-Stipendiatin an der Global Health Ethics Unit der Weltgesundheitsorganisation, Genf, Schweiz

Mitgliedschaften und Funktionen

Seit 2020: Gründungsmitglied AG Public Health Ethik an der Akademie für Ethik der Medizin/Gründungsmitglied AG Ethik im Kompetenznetzwerk Public Health COVID-19

Seit August 2020: Externe Expertin in der STIKO Arbeitsgruppe COVID-19

Seit 2020: Mitglied des ExpertInnenbeirates des Forschungsprojektes ‚Lebensweltbezogene Gesundheitsförderung und Prävention im Zeitalter der Digitalisierung: Partizipative Erarbeitung eines Definitionsleitfadens voll- und teildigitaler Settings sowie Ansätzen digitaler Verhältnisprävention‘, Universität Bielefeld

2018-2020: Mitglied des Schwerpunktes Global Health am Center of Advanced Studies (CAS), LMU
Seit 2018: Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Public Health, Gründung der AG Public Health Ethik, gemeinsam mit Peter Schröder-Bäck
Seit 2018: Mitglied des Consortium on Vulnerability and Equity in Humanitarian Responses (COVEHR), teilweise gefördert durch Wellcome Trust, UK
Seit 2016: Mitglied des Migration and Health Network Southern Africa (MaHp)
Seit 2015: Mitglied in Arbeitsgruppen der Weltgesundheitsorganisation zu Antimicrobial Resistance and Ethics; Revision of Ethics Guidelines for Prevention and Treatment of Tuberculosis (Section: Migration); Health Systems Research and Ethics
Seit 2015: Vertrauensdozentin der Heinrich-Böll-Stiftung, LMU München
Seit 2015: Mitglied des Editorial Board der Zeitschrift Public Health Ethics (Oxford Journals)
2011 – 2015 Ethikberatung für das Safety Board im EU-FP-7 Projekt „Diabetes and Pregnancy Vitamin D and Lifestyle Intervention for Gestational Diabetes Mellitus Prevention (DALI)“
2014 – 2017 Mitglied der Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer zu Transplantationsmedizin
2008 – 2016 Mitglied Leitungsausschuss des Ethikzentrum Universität Zürich
2008 – 2013 Länderbeauftragte der Schweiz für das International Network on Feminist Approaches to Bioethics (FAB)
2008 – 2010 Tätigkeit in der Klinischen Ethik, UniSpital Zürich, und stellvertretende Leitung Klinisches Ethik Kommittee

Derzeitige Mitgliedschaften: Akademie für Ethik in der Medizin (AEM); International Association of Bioethics (IAB); Deutsche Gesellschaft für Public Health (DGPH)

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