Verschweigen, Kleinreden, Umdeuten! - Rom als resilientes System. Vom Umgang Roms mit militärischen Niederlagen

  • Veranstaltungsdetails
  • 26.01.2021, 18:15 Uhr - 19:45 Uhr 
  • Ort: Link nach Anmeldung per Email, digital, digital
  • Veranstalter: Prof. Dr. Natascha Sojc (Klassische Archäologie), Prof. Dr. Gregor Weber (Alte Geschichte)
  • Themenbereiche: Kunst und Musik, Geschichte
  • Veranstaltungsreihe: Altertumswissenschaftliches Kolloquium
  • Vortragsreihe
  • Vortragende: Prof. Dr. Oliver Stoll (Passau)

Prof. Dr. Oliver Stoll beschreibt in seinem Zoomvortrag für das Altertumswissenschaftliche Kolloquium das Erfolgsrezept des römischen Reiches im Umgang mit Niederlagen.


Betrachtet werden Roms Strategien im Umgang mit Niederlagen: Die scheinbare Erfolgsgeschichte Roms war immer wieder auch von herben Rückschlägen begleitet, deren Bewältigung die senatorische Nobilität und den Kaiser vor schwierige Aufgaben stellte, wenn die eigene Legitimität und Akzeptanz nicht dauerhaft beschädigt werden sollte. Seit Beginn der Historiographie Roms gab es in der Geschichtskultur eine Palette von Erklärungs- und Deutungsmöglichkeiten: Verschweigen, Kleinreden, Umdeuten. Selbst größte Katastrophen wurden letztlich als Vorstufen eines künftigen Sieges beurteilt und gedeutet. Aus Niederlagen ließ sich lernen, Schuldige konnten immer gefunden werden, etwa „Sündenböcke“ wie die Feldherren. Moral und Disziplin halfen, „auszuhalten“ und wieder aufzustehen. Letztlich erweist sich Rom im Umgang mit der Niederlage, der die Normen und Werte der Gesellschaft und des politischen Systems spiegelt, als Paradebeispiel für „Resilienz“. Erklärung und Deutung von Niederlagen waren sinnstiftend und Niederlagen als Teile der Gegenwart und Vergangenheit waren letztlich Faktoren der Dauerhaftigkeit und Größe Roms!

Bitte schicken Sie uns Ihre Emailadresse für eine Einladung zu den Vorträgen auf Ihr internetfähiges Gerät (PC, Smartphone) an:

christopher.schliephake@philhist.uni-augsburg.de

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