Weingärten in Pompeji

  • Veranstaltungsdetails
  • 31.05.2022, 18:15 Uhr - 19:45 Uhr 
  • Ort: HS III (Gebäude C), Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg
  • Veranstalter: Prof. Dr. Natascha Sojc (Klassische Archäologie), Prof. Dr. Gregor Weber (Alte Geschichte)
  • Themenbereiche: Politik und Gesellschaft, Sprache, Literatur und Geschichte, Geschichte
  • Veranstaltungsreihe: Altertumswissenschaftliches Kolloquium
  • Vortragsreihe
  • Vortragende: Dr. Pia Kastenmeier (DAI Rom)

Dr. Pia Kastenmeier zeigt im Rahmen der Reihe Altertumswissenschaftliches Kolloquium, dass es im antiken Pompeji ein Stadtviertel gegeben haben muss, das durch seine Kombination von landwirtschaftlichem Anbau und gleichzeitiger gastronomischer Auslegung charakterisiert werden kann.


Pompeji war, zum Beispiel im Vergleich mit ihrer Nachbarstadt Herculaneum, eine green city: Viele Wohnhäuser verfügten über weite, begrünte Flächen. Sogar der öffentliche Raum, zumindest in der näheren Umgebung des Amphitheaters, war mit Bäumen bepflanzt. Eine Reihe von Grundstücken im Osten der Stadt nutzte man für Wein- oder Erwerbsgartenbau. Der Schwerpunkt meines Forschungsinteresses liegt insbesondere auf denjenigen Einheiten innerhalb der Stadt, die nicht nur als landwirtschaftliche Nutzfläche, sondern zusätzlich auch mit gemauerten triclinia ausgestattet waren. Diese Einheiten müssen also der (schwer fassbaren) Kategorie der über die ganze Stadt verteilten Gastronomiebetriebe zugerechnet werden, sind dabei aber ein Alleinstellungsmerkmal des Amphitheaterbezirks. Zusammengenommen resultiert aus den architektonischen, archäologischen und archäobotanischen Befunden ein ‚Stadtviertel‘, dessen besonderer Charakter wie auch seine Entstehungsgeschichte noch wenig erforscht sind.

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