Forschungstage

Forschungstage 2023: "Kritisch-reflexive Fachdidaktik DaZ und DaF - ein Konzept mit Zukunft?!”

 

Gruppenfoto 10.11.2023 © Universität Augsburg

 

Die Forschungstage des Lehrstuhls Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und seine Didaktik fanden am 09. und 10. November unter dem Rahmenthema „Kritisch-reflexive Fachdidaktik DaZ und DaF – ein Konzept mit Zukunft?!“ statt.

Die Veranstaltung wurde durch die Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (GGS) gefördert. An den Forschungstagen wurden drei Workshops von eingeladenen Expertinnen sowie sieben Vorträge über eigene Forschungsprojekte der Teilnehmenden aus dem Lehrstuhl präsentiert. Teilnehmende waren wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Nachwuchsforscher*innen aus Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und seine Didaktik sowie Didaktik der deutschen Sprache und Literatur.

 

Am 09. November leitete Frau Prof. Peuschel nach der Begrüßung eine textbasierte Diskussion zur kritisch-reflexiven Fachdidaktik. Schwerpunkt bildeten die Konzepte „Kritik“ und „Reflexion“ in der Fachdidaktik DaZ und DaF sowie die Rolle von Theorie und Empirie in diesem Kontext. Im Anschluss berichtete Lisa Teufel über ihr Dissertationsprojekt „Berufskommunikative Kompetenzen berufserfahrene Zugewanderter - Eine Mixed-Methods Studie.“ Ebenso präsentierte Laura Schmidt eine Datenanalyse und -auswertung im Rahmen ihrer Dissertationsarbeit zum Thema „Gendersensibler DaZ-Unterricht im institutionellen Integrationskontext“.

Im Workshop von Zuzana Münch-Manková (ZLbiB Universität Augsburg) wurde der Design-Based Research Ansatz (DBR) als innovatives Forschungsprinzip mit einem iterativen Ablauf und einer zweigleisigen Zielsetzung vorgestellt. Gemeinsam mit den Forschenden wurde überlegt, ob und wie der Design-Based Research Ansatz einen möglichen Zugang für die eigene Forschung darstellen könnte.

Anschließend präsentierten Katharina Heiler, Iuliia Halias und Tamara Zeyer ihre Forschungsprojekte:

  • Katharina Heiler: Interaktive videobasierte Lehr-Lern-Szenarien zur Förderung einer kritischen professionellen Wahrnehmung - ein Beispiel für eine kritisch-reflexive Fachdidaktik.
  • Iuliia Halias: Wo ist der Safe Space im DaZ-Unterricht?
  • Tamara Zeyer: Die ersten 25 Stunden Deutschunterricht: Eine empirische Studie zur Entwicklung professioneller Kompetenz von Berufseinsteigerinnen durch praktische Erfahrungen im DaF-Unterricht.

 

Die Veranstaltung am 10. November startete mit einem Workshop von Julia Feike (Friedrich-Schiller-Universität Jena) über wissenschaftliche Publikationspraxis in DaF/Z am Beispiel der 2022 gegründeten Open-Access-Zeitschrift „KONTEXTE: Internationales Journal zur Professionalisierung in Deutsch als Fremdsprache“.

Der anschließende online Workshop von Nina Simon (Universität Leipzig) fokussierte auf eine kritisch-reflexive Fachdidaktik und deren Ambivalenzen. Nach einem einführenden Input zu zentralen Prämissen wurde die Relevanz des Themas für die eigenen Forschungsprojekte in Kleingruppen ausgelotet.

Am Nachmittag präsentierten Chen Zhang und Erika Fabricia Coutinho Lucena ihre Dissertationsprojekte zu den Themen „Arbeitsaufträge im Rahmen der Lehr- und Instruktionssprache im digital gestützten Präsenzunterricht“ und „Authentische Mündlichkeit im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht brasilianischer Universitäten“.

Die Forschungstage wurden mit einer Diskussion über Anwendungsmöglichkeiten der kritisch-reflexiven Fachdidaktik auf die präsentierten Themen unter Einbezug der Workshops abgeschlossen. Diese Veranstaltung bot einen umfassenden Einblick in aktuelle Forschungsansätze und Fragestellungen aus der Perspektive der kritisch-reflexiven Fachdidaktik im Bereich DaZ/DaF.

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