Peer-Feedback

  • Veranstaltungsdetails
  • 22.12.2022, 17:30 Uhr - 19:00 Uhr 
  • Ort: 2108/ Geb. D, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg
  • Veranstalter: Prof. Dr. Markus Dresel, Prof. Dr. Ingo Kollar, Fach Psychologie
  • Themenbereiche: Erziehungswissenschaft, Lehrerbildung und Psychologie
  • Veranstaltungsreihe: Psychologisches Forschungskolloquium
  • Vortragsreihe
  • Vortragende: Martin Greisel, Julia Hornstein, Anna Weidenbacher, Johanna Ott & Ingo Kollar Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie

Welchen Einfluss haben eine Strukturierung der Feedbackgabe nach feed-up, feed-back und feed-forward auf die Feedbackqualität und Vergleichsprompts auf die Integration mehrerer Feedbacks?


Feedback ist bekanntermaßen einer der wichtigsten Wirkfaktoren des Lernerfolgs. Peer-Feedback ist eine ökonomische Variante, Feedback insbesondere in universitären Großveranstaltungen umsetzen zu können. Zudem hat Feedback, wenn es von Peers gegeben wird, das Potenzial, a) für die Empfänger:innen des Feedbacks leichter verständlich zu sein und b) auch für die Feedbackgeber:innen einen Lernzuwachs zu erzeugen. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, muss das Peer-Feedback aber gewissenhaft und in hoher Qualität erfolgen. In einer empirischen Studie gingen wir daher der Frage nach, ob die Qualität des Peer-Feedbacks gesteigert werden kann, wenn dieses mittels Musterbeispielen und Prompts nach feed-up, feed-back und feed forward (Hattie & Timperley, 2007) differenziert wird (H1), und dann die Integration mehrerer Feedbacks mit Hilfe von Prompts zur Identifikation von Gemeinsamkeiten und Unterschieden erleichtert wird (H2). Zuletzt stellt sich die Frage, ob diese Feedbackqualität neben der Instruktion auch von Merkmalen der Peer-Feedback gebenden Person abhängt. Dazu haben wir N = 255 Studierende in einem experimentellen 2x2 Design Feedback auf Fallanalysen ihrer Peers geben lassen, in denen unterrichtliche Problemsituationen mithilfe von Theorietexten analysiert werden sollten. Je die Hälfte wurde bei der Feedbackgabe und der -integration mit Prompts unterstützt. Gemessen wurde die Feedbackqualität mit zwei verschiedenen Fragebogeninstrumenten als Fremdbeurteilung, der Wissenserwerb und die Kompetenz, gute von schlechten Fallanalysen unterscheiden zu können. Ergebnisse unserer Analysen werden vorgestellt und diskutiert.

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