Dr. Michaela Schmid

Akademische Rätin
Pädagogik
Telefon: +49 821 598 -5564
E-Mail:
Raum: 2032 (D)
Sprechzeiten: Montag, 15.30-16.30 Uhr (bitte mit vorheriger Anmeldung per Mail)
Adresse: Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg

Lebenslauf

Studium:

2000 Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife

2000 bis 1/2006 Studium Diplom-Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung und außerschulische Jugendbildung an der Universität Augsburg

2007 - 6/2010 Promotion zum Thema "Zur Theorie-Praxis-Problematik von populärpädagogischen Schriften", Universität Augsburg

 

Berufliche Tätigkeit:

Universität

Seit 10/2020 Stipendiatin der Universität Augsburg im Rahmen des Programms Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre

Habilitationsprojekt:

Die Suche nach einem in der Erziehungswissenschaft vergessenen Grundbegriff – Die Begriffe von „Artikulation“ in aktuellen Entwürfen der Allgemeinen Pädagogik

5/2018 - 9/2020 Elternzeit

seit 06/2012 Akademische Rätin am Lehrstuhl für Pädagogik der Universität Augsburg

08/2006 - 06/2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pädagogik der Universität Augsburg

WiSe 06/07 - SoSe 2016 Studienberaterin für den Bereich Allgemeine Pädagogik im Rahmen des EWS-Studiums der Lehrämter

von WiSe 06/07 - WS 2009/10  Modularisierung und Koordination des Bereiches Allgemeine Pädagogik im Rahmen des EWS-Studiums der Lehrämter

von WiSe 07/08 - WS 2010/11 Fachkoordinatorin für ERASMUS

 

Gremienarbeit

seit 2006  BA-Sitzungen (zentral: Fragen der Modularisierung des Hauptfachstudienganges)           

WiSe 07/08 - SoSe 15  Mitglied des Fakultätsrates (Vertretung der Gruppe der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter)

SoSe 09 – SoSe 10 Kommission zur Kapazitätsberechnung an der Phil-Soz.-Fakultät

SoSe 10 – WiSe 12/13 Lenkungsgruppe „digicampus“

WiSe 12/13 – SoSe 13 Kommission zur Veränderung der Vertragssituation des akademischen Mittelbaus der Universität Augsburg

2013/14 Planung und Durchführung der AbsolventInnenfeier BA / MA EWS (gemeinsam mit Studierenden und AbsolventInnen)

2014  „Preis für besonderes Engagament für den Studiengang BA EWS“ der Fachschaft Erziehungswissenschaft der Universität Augsburg


Dozentin an außeruniversitären Erwachsenenbildungsstätten

Institut für Jugendarbeit Gauting

seit 2009 Seminare im Zuge der Fortbildung hauptamtlicher Fachkräfte aus den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit, der außerschulischen Jugendbildung und Jugendsozialarbeit

Thema: "Aufgaben von Pädagogik heute - eine Auseinandersetzung mit populären Paradigmen" am 12.05.09

Thema: "Erziehung als Weg gesellschaftlicher Veränderung" am 06.-08.06.2011

Thema: "Aktuelle populärpädagogische Konzepte im Diskurs" am 20.-22.07.2011

VHS Augsburg, Kurse im Rahmen des "studium generale"

Forschungsschwerpunkte

  • Historische und systematische Ratgeberforschung in der Erziehungswissenschaft
  • Familie/Familienerziehung in systematischer und historischer Perspektive
  • Historische und aktuelle Erziehungstheorien
  • Wissenschaftsgeschichte der Erziehungswissenschaft

Projekte

2016-2019 Beantragung und Leitung des DFG-Netzwerks "Annäherung an eine Theorie von Erziehungsratgebern"


seit 2020 Mitglied im DFG-Netzwerk "Ratgeben und Ratnehmen zwischen Selbst- und Fremdoptimierung. Empirische Rekonstruktionen zur Produktion und Rezeption von Ratgebermedien" (bewilligt für 36 Monate, Folgeantrag)

 

seit 10/2020 Habilitationsprojekt mit dem Titel

Die Suche nach einem in der Erziehungswissenschaft vergessenen Grundbegriff – Die Begriffe von „Artikulation“ in aktuellen Entwürfen der Allgemeinen Pädagogik

 

Beschreibung des Projekts

Die Frage, wie die pädagogische Differenz von „Vermitteln und Aneignen“ (Sünkel 2011), „Zeigen und Lernen“ (Prange 2012), „Lernhilfe und Lernen“ (Loch 1979) oder „Aufforderung und Selbsttätigkeit“ (Benner 1987) – um nur einige Entwürfe von Allgemeinen Pädagogiken zu nennen – überwunden werden kann, stellt das Herzstück pädagogischer Theorie dar und wird als Artikulation bezeichnet. Mit Artikulation wird in einer allgemeinpädagogischen Perspektive seit Herbart das Zusammenspiel von Lehren und Lernen gemeint – und zwar nicht nur auf den schulischen Bereich beschränkt. „Artikulation ist die Brücke zwischen Zeigen und Lernen, gleichsam das Scharnier, von dessen Eigenschaften es abhängt, wie Lernen und Erziehen zusammenkommen. Indem wir artikulieren, verbinden wir die Operation des Zeigens mit der Operation des Lernens“ (Prange 2012, S. 109).

Bei einer stichprobenartigen Durchsicht aktueller erziehungswissenschaftlicher Einführungswerke und Enzyklopädien – Zentralorgane der Allgemeinen Pädagogik –, unterstreicht der gewonnene Eindruck die Behauptung, dass der Begriff der Artikulation seit Johann Friedrich Herbart, Gründungsvater der Allgemeinen Pädagogik sowie der darin enthaltenen zentralen These von Erziehung durch Unterricht (in einer weiten Verwendung) mittels Artikulation (vgl. Herbart 1806, S. 24, 66), aus der Allgemeinen Pädagogik verschwunden zu sein scheint und dort wo der Begriff vorkommt, bleibt die Erläuterung von Artikulation bei der Gliederung einer Unterrichtseinheit mittels der Herbart`schen Unterrichtsstufen (Klarheit, Assoziation, System, Methode) stehen. Der Artikulationsbegriff wird dadurch absolut verkürzt dargestellt, an den Unterrichtsbegriff gebunden und der Unterrichtsbegriff bei Herbart überdies von den Autor*innen auf schulischen Unterricht reduziert.

Infolgedessen ist die zentrale Fragestellung der Arbeit, wie sich der erziehungswissenschaftliche Begriff (vgl. Brezinkas Unterscheidung von Wort und Begriff (1978, S. 81f.; 1990, S. 24ff.)) der Artikulation in ausgewählten Entwürfen der Allgemeinen Pädagogik zeigt bzw. wie er ausformuliert wird und zwar auch dann, wenn sich das Wort Artikulation selbst nicht finden lässt und somit das für die Erziehung wesensmäßig gegebene Phänomen nur indirekt thematisiert wird.

 

Literaturverzeichnis

Benner, D.: Allgemeine Pädagogik. Eine systematisch-problemgeschichtliche Einführung in die Grundstruktur pädagogischen Denkens und Handelns. Weinheim 1987, 21991, 31996, 42001, 52005, 62010, 72012, 82015.

Brezinka, W.: Metatheorie der Erziehung. Eine Einführung in die Grundlagen der Erziehungswissenschaft, der Philosophie der Erziehung und der Praktischen Pädagogik. München 41978.

Brezinka, W.: Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft. München/Basel 51990.

Herbart, J. F. (1806): Allgemeine Pädagogik aus dem Zweck der Erziehung abgeleitet. In:  Asmus, W.: (Hrsg.): Johann Friedrich Herbart: Pädagogische Schriften. Stuttgart 21982, S. 9-158.

Loch, W.: Lebenslauf und Erziehung. Essen 1979.

Prange, K.: Die Zeigestruktur der Erziehung. Grundriss der Operativen Pädagogik. Paderborn 22012.

Sünkel, W.: Erziehungsbegriff und Erziehungsverhältnis. Allgemeine Theorie der Erziehung. Bd. 1. Weinheim 2011.

Lehrveranstaltungen

(Angewandte Filter: Semester: aktuelles | Institution: Pädagogik (Lehrstuhl) | Dozenten: Michaela Schmid | Sprachen: deutsch | Vorlesungsarten: alle)
Name Dozent Semester Typ
Keine Vorlesungen vorhanden.

Publikationen

Monographien:

  • Schmid, Michaela: Erziehungsratgeber und Erziehungswissenschaft. Zur Theorie-Praxis-Problematik populärpädagogischer Schriften. Bad Heilbrunn 2011.       
    Rezension von Ulf Sauerbrey vom 22.05.2012. In: socialnet Rezensionen ( )
  • Schmid, Michaela: Erziehungsratgeber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - eine vergleichende Analyse. Kontinuität und Diskontinuität im Mutterbild sowie in der (früh-)kindlichen Pflege und Erziehung in ausgewählten Erziehungsratgebern der Weimarer Republik und der NS-Zeit. Berlin 2008.
    Rezension in der EWR 8 (2009), Nr. 3

 

Herausgeberschaften:

  • Matthes, Eva/Schmid, Michaela (Hrsg.): Erziehungswissenschaftliche Ratgeberforschung, "Bildung und Erziehung" (in Planung)
  • Schmid, Michaela / Sauerbrey, Ulf / Großkopf, Steffen (Hrsg.): Ratgeberforschung in der Erziehungswissenschaft. Grundlagen – Theorien – Reflexionen. Bad Heilbrunn 2019.

  

Aufsätze:

  • Schmid, Michaela / Sauerbrey, Ulf / Großkopf, Steffen: Einleitung. In: Michaela Schmid / Ulf Sauerbrey / Steffen Großkopf (Hrsg.): Ratgeberforschung in der Erziehungswissenschaft. Grundlagen – Theorien – Reflexionen. Bad Heilbrunn 2019, S. 7-14.
  • Schmid, Michaela: Das Pädagogische von medialen Ratgebern und Überlegungen zu ihrer Artikulation. In: Michaela Schmid / Ulf Sauerbrey / Steffen Großkopf (Hrsg.): Ratgeberforschung in der Erziehungswissenschaft. Grundlagen – Theorien – Reflexionen. Bad Heilbrunn 2019, S. 31-46.
  • Schmid, Michaela / Weickel, Meike / Wilfert, Lina: „und dann garantiere ich Ihnen, dass Erziehen kinderleicht sein wird“ – Zur Didaktik von Erziehungsratgebern. In:  Bolle, R. / Halbeis, W. (Hrsg.): Wie lernt man erziehen? Zur Didaktik der Pädagogik. Herbartstudien, Bd. 6. Jena 2016, S. 235-249.
  • Schmid, Michaela: Familienerziehung und Familienbildung. In: Hoffman-Ocon, A. / Matthes, E. / Schlüter, S. (Hrsg.): Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online (EEO). Historische Pädagogik/Historische Bildungsforschung, Sozialisations- und Erziehungsinstanzen. Weinheim/Basel 2016 [41 S.], abrufbar .
  • Schmid, Michaela: Potential und Bedrohung. Populärpädagogische Ratgeber für professionelle Elternbildung erfreuen sich guter Verkaufszahlen. In: a3Kultur 2014 (Juli-Ausgabe), S. 10.
  • Schmid, Michaela: Der Erziehungsbegriff in ausgewählten pädagogischen Fachzeitschriften (2011/2012). In: Coriand, Rotraud / Schotte, Alexandra (Hrsg.): "Einheimische Begriffe" und Disziplinentwicklung. Herbartstudien, Bd. 5. Jena 2014, S. 319-329.
  • Schmid, Michaela: Zur aktuellen Situation des akademischen Mittelbaus an deutschen Universitäten - eine Problemskizze. In: Erziehungswissenschaft  (2012), Heft 45, S. 74-83.
  • Schmid, Michaela: Elternbildung in der Moderne - Warum Eltern Rat suchen. In: Bildung und Erziehung (2012), Heft 4, S. 391-408.
  • Schmid, Michaela: Personale Wissenschaft. In: Bertsche, O. / Lischewski, A. (Hrsg.): Pädagogik nach Winfried Böhm. Paderborn 2012, S. 31-50.
  • Schmid, Michaela: Ideen und Thesen zur Universität heute aus dem Kreis des akademischen Nachwuchses. In: Bildung und Erziehung (2012), Heft 2, S. 207-215.
  • Schmid, Michaela: Über die Tendenz einer Psychologisierung und Ökonomisierung des Erziehungsverständnisses in der pädagogischen Ratgeberliteratur. In: Pädagogische Rundschau (2012), Heft 2, S. 179-190.
  • Schmid, Michaela: Aktuelle Erziehungsratgeber unter der Perspektive Erziehung zur Mündigkeit - Anregungen für den Schulunterricht. In: PädagogikUNTERRICHT (2011), Heft 4, S. 2-11.
  • Schmid, Michaela: Warum die pädagogische Disziplin Gefahr läuft immer weniger eine "praktische" Disziplin zu sein. In: RASSEGNA DI PEDAGOGIA (2011), Heft 2/3, S. 381-392.
  • Schmid, Michaela: Selbstanzeige. Erziehungsratgeber und Erziehungswissenschaft. Zur Theorie-Praxis-Problematik populärpädagogischer Schriften. Bad Heilbrunn 2011. In: Pädagogische Rundschau (2011), Heft 6, S. 728-732.
  • Wissenschaftliche Begleitung des Artikels von Annette Bruhns: Das unsichtbare Band: Heutige Eltern sind besser als ihr Ruf. In: SPIEGEL WISSEN 3/2011, Die Kunst der Erziehung.

 

Rezensionen:

  • Schmid, Michaela: Rezension von: Coriand, Rotraud: Allgemeine Didaktik. Ein erziehungstheoretischer Umriss. Stuttgart 2017, 2. aktualisierte Auflage. (in Vorbereitung)
  • Schmid, Michaela: Rezension von: Winkler, Michael: Erziehung in der Familie. Innenansichten des pädagogischen Alltags. Stuttgart 2012. In: Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik. (2012), Heft 2, S. 371-374.
  • Schmid, Michaela: Rezension von: Macha, H./Witzke, M. (Hrsg.) (2008): Neues Handbuch der Erziehungswissenschaft. Bd. III, Teilband 5: Familie - Kindheit - Jugend - Gender. Gütersloh: Schöningh. In: ZfPäd (2011), Heft 4, S. 592-594.

 

Vorträge:

  • „… und dann garantiere ich Ihnen, dass Erziehen kinderleicht sein wird…“ – Überlegungen zu einer Didaktik von Erziehungsratgebern auf der 8. Fachtagung der Internationalen Herbart-Gesellschaft an der PH Karlsruhe vom 9.-11. März 2015
  • " 'Pädagogisches Allerlei' - Zur Geschichte und Systematik von Erziehungsratgebern" auf Einladung im Rahmen des Kolloquiums Familien- und Jugendsoziologie an der Goethe Universität Frankfurt am Main am 18.11.2014
  • "Der Erziehungsbegriff in ausgewählten pädagogischen Fachzeitschriften (2011/2012)" auf Einladung im Rahmen des "Ateliers - Nachwuchspreis" auf der 7. Fachtagung der Internationalen Herbart-Gesellschaft an der Universität Duisburg-Essen am 21.3.2013
  • "Erziehungsratgeber im Fokus personalistischer Pädagogik" auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung, Bildungszentrum Kloster Banz am 26. Juni 2011
  • "Welche Werte machen stark? Impulse für die Jugendhilfe" anlässlich der 25-Jahr-Feier der Brücke Oberland e.V. in Weilheim am 29.Juni 2009
  • "Totgesagte leben länger - über die Geschichte einer andauernden Klage!" Ein Vortrag zur Geschichte der Institution Familie und Familienerziehung einschließlich ihrer Krisendiskurse auf der 3. Fachtagung der Kinder- und Jugendpsychiatrie/- psychotherapie am Ökumenischen Hainich Klinikum gGmbH in Mühlhausen/Thüringen am 15.06.2007

 

 

 

 

 

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