Abgeschlossene Projekte

Annäherung an eine Theorie des Erziehungsratgebers

  • Projektstart: 01.01.2016
  • Laufzeit: 36 Monate
  • Projektträger: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
  • Projektverantwortung vor Ort:
  • Beteiligte WissenschaftlerInnen / Kooperationen: Prof. Dr. Nicole Vidal (PH Freiburg), Dr. Steffen Großkopf (Universität Jena), Dr. Jana Kiesendahl (Universität Greifswald), Dr. Stephanie Kleiner (Universität Konstanz), Dr. des. Jakob Kost (PH Bern), Dr. Christine Ott (Universität Würzburg), Wolfgang B. Ruge, M.A. (Universität Wien), PD Dr. Ulf Sauerbrey (Universität Jena), Dr. Patricia Stošić (Universität Frankfurt a. M.)

Zusammenfassung:

Der Forschungsstand zum Genre der Erziehungsratgeber verweist auf ein gravierendes Forschungsdesiderat der Erziehungswissenschaft. Der Erziehungsdiskurs der letzten zehn Jahre hat die erziehungswissenschaftliche Forschung zum Genre Erziehungsratgeber zwar vorangetrieben, jedoch sind die bislang vorhandenen Arbeiten rar und v.a. auf den Bereich pädagogischer Ratgeber in Buchform beschränkt. Insbesondere systematische Überlegungen zum Genre Erziehungsratgeber fehlen. Es scheint als stünde die Erziehungswissenschaft der Populärpädagogik nicht nur distanziert gegenüber, sondern sogar ablehnend, mithin ignorant. Womöglich verweist dies auf ein Unbehagen gegenüber dem Erziehungsratgebergenre, welches irgendwie doch als Bedrohung für den eigenen wissenschaftlichen Status empfunden wird. Damit entgeht jedoch der Erziehungswissenschaft ein breites und elementares Feld, welches pädagogisches Handeln insbesondere im Kontext familiärer Erziehung seit fast 300 Jahren zu beeinflussen scheint und nicht zuletzt auch den Grundstein der Disziplin im Kontext der Aufklärung legte. Ziel der Arbeitsgruppe, die sich aus Wissenschaftlern diverser Disziplinen zusammensetzt, ist es das Desiderat aufzugreifen und Überlegungen in Richtung einer „Theorie der Erziehungsratgeber“ zu entwickeln. Hierbei sind drei Perspektiven (historisch/systematisch, wissenschaftstheoretisch und interdisziplinär/international) für die Forschung leitend. Die Ergebnisse werden in einem Band zusammengefasst, welcher voraussichtlich 2019 im Klinkhardt-Verlag erscheinen soll. Das erste Treffen fand Ende März 2016 statt. Das zweite Treffen ist Anfang 2018, das dritte Treffen Ende 2018 geplant.

 

Summary:

Approach to a Theory of Education Guides Taking a look at the state of research with regard to the genre education guide, it shows impressively that there is a serious research desideratum in this field of educational science. The educational discourse of the last ten years has indeed promoted educational scientific research referring to the genre education guides, but the papers existing so far are rare and mainly constricted to education guides in printed format. There is especially a lack of systematic considerations with regard to the genre education guides, and educational science and popular pedagogics face each other reservedly. The solution however does not lie in a disapproving attitude of educational science and hence a pedagogical theory abstinence regarding education guides – on the grounds that this would anyway be too abstract for laypersons. The challenge is rather its ‘utilization’ for laypersons – thus making education guides a genuine pedagogical field (again). Education guides could be appreciated as a chance for parent education. But this requires more educational scientific research in this field, as well as classification, systematization, theoretical foundation, and definition of quality standards in and for this realm of practice. And much more fundamental: It requires knowledge and a description of the genre. Hence, the working group starts exactly at this desideratum, aiming at deliberations about a theory of education guides. Here, three perspectives (historical/systematic, science theoretical, interdisciplinary/international) and sets of questions are leading, which are fed by existent research desiderata and approached by scientists from diverse disciplines.

 

Publikation zum Projekt:

Schmid, Michaela / Sauerbrey, Ulf / Großkopf, Steffen (Hrsg.): Ratgeberforschung in der Erziehungswissenschaft. Grundlagen und Reflexionen. Bad Heilbrunn 2019

Kostenlose Bildungsmedien online

  • Projektstart: 01.09.2011
  • Projektende: 30.04.2015
  • Projektträger: Verband Bildungsmedien e.V.
  • Projektverantwortung vor Ort:
  • Beteiligte WissenschaftlerInnen der Universität Augsburg: Dominik Neumann

Zusammenfassung:

In Zusammenarbeit mit dem Verband Bildungsmedien e.V. und in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Schulpädagogik wurde vom 1. September 2011 bis zum 30. April 2014 am Lehrstuhl für Pädagogik ein Forschungsprojekt mit dem Titel „Bildungsmedien Online“ durchgeführt. Ziel dieses Projektes war es, den neu aufkommenden Markt für kostenlose Lehrmaterialien im Internet zu untersuchen und Kriterien für die Bewertung von diesem Material aufzustellen.

 

Beschreibung:

Wie auf der Frankfurter Buchmesse 2011 allerorts zu spüren war, hält das digitale Zeitalter in Form von E-Books Einzug. Auch wenn das Schulbuch als tradiertes Lehrmittel davon noch nicht betroffen ist, so zeigt sich, dass die „neue Digitalität“ auch hier Veränderungen bewirkt. Das Internet, vor allem mit seiner Eigenschaft als „freier unkontrollierter Raum“, ermöglicht Interessierten den unkomplizierten Austausch von Lehrmaterialien. Hier entwickelt sich völlig unbemerkt inzwischen ein neuer Markt, der in Konkurrenz zum Schulbuch tritt. Meist werden die Materialien dabei kostenlos angeboten, ein Argument, das viele Lehrer dazu bewegt, die Lehrmittel im Unterricht zu verwenden. Allerdings fehlt hier im Gegensatz zu Schulbüchern die staatliche Kontrolle und als Konsequenz können bei unvorsichtiger und unreflektierter Übernahme Inhalte in den Unterricht Eingang finden, die den Schulgesetzen und auch der Vorstellung von der „Schule als werbefreier Raum“ widersprechen. Diesen neuen Markt mit all seinen Chancen und Gefahren zu analysieren, war Ziel des Forschungsprojekts „Bildungsmedien Online“.

Aus dem Projekt hervorgegangen sind zwei Dissertationen (Dominik Neumann und Christian Fey, 2015) und eine Vielzahl von Veröffentlichungen.

 

© Universität Augsburg

 

Zentral für die Untersuchung sind dabei die beiden Säulen „Bedarf“ (orange eingefärbt) und „Strukturen“ (blau eingefärbt). Denn anhand dieser beiden Merkmale lässt sich die „zukünftige Entwicklung des Marktes“ (grün eingefärbt) am besten prognostizieren.

 

Interviews:

  • Radio-Interview von Frau Prof. Dr. Eva Matthes; zum Thema: . 11. Juli 2014, SWR2 Bildung und Wissenschaft, Südwestrundfunk, Baden-Baden.
  • Interview von Frau Prof. Dr. Eva Matthes; zum Thema: -   Forschungsprojekt an der Universität Augsburg untersucht Interessen und Qualität  
  • Radio-Interview von Frau Prof. Dr. Eva Matthes; zum Thema: Lehrmaterialien im Internet - Forscher der Uni Augsburg untersuchen Quantität und Qualität von Lehrmaterial im Netz. 15. Januar 2013. DRadio Wissen, Köln
  • Radio-Interview von Frau Prof. Dr. Eva Matthes; zum Thema: Lobbyarbeit in der Schule: Die Entscheidungshoheit muss bei den Lehrern liegen. 29. März 2013, DRadio Wissen, Köln
    Britta Mersch über Unternehmen und Interessensverbände, die an Schulen für sich werben

Beitrag in „greenpeace magazin.“ zum Thema: Lobbyarbeit "Die Einflüsterer". Kurt Stukenberg und Christoph Niemann, Ausgabe 2.14, S. 38-42.

 

Entscheidungsfindung für Ressourcenfragen

  • Projektstart: 01.11.2013
  • Projektende: 31.08.2014
  • Projektträger: Kompetenzzentrum Kultur- und Bildungswissenschaft (KKB)
  • Projektverantwortung vor Ort:

Zusammenfassung:

Entscheiden ist für jeden Einzelnen im Alltag per se ein komplexer Prozess, will man die (auch langfristig) ‚beste‘ Entscheidung individuell bestimmen. Um diesen zu unterstützen, beschäftigt sich auch die Wissenschaft seit langem mit dem Entscheiden, und es sind in vielen Fachdisziplinen z.T. umfassende Entscheidungstheorien und -methoden (insbesondere in der Psychologie und den Wirtschaftswissenschaften) entstanden, welche den Entscheidungsprozess erklären wollen, um Hinweise geben zu können, wie die Wahl für ‚gute‘ Entscheidungen getroffen werden kann oder sollte. Das Leitbild „Nachhaltigkeit“ erweitert auf dieser Basis im Entscheidungsprozess die zu berücksichtigenden Faktoren, will der Entscheider für sich eine gute Wahl treffen, sich aber auch zukunftsfähig und nachhaltig verhalten. Alltäglich situative, persönliche und nachhaltige Faktoren gilt es demnach zu vereinen, um didaktische und methodische Konzepte entwickeln zu können, welche entsprechendes Wissen und Handeln vermittelbar machen und nachhaltiges Entscheiden unterstützen. Das KKB-Projekt „Entscheidungsfindung für Ressourcenfragen“ hatte zum Ziel, wesentliche theoretische Grundlagen der Entscheidungsforschung zu sammeln und zu analysieren, um eine Übersicht über den Stand der Forschung zu generieren und dadurch die zentralen Fragestellungen des Habilitationsprojekts „Ressource Bildung“ (Claudia Schmidt) unterstützen zu können. In dieser Arbeit wurden die theoretischen Grundlagen erweitert, um ein didaktisches Konzept für Entscheidungen unter Nachhaltigkeit zu entwickeln und exemplarisch durchzuführen. Mit Hilfe des KKB-Projektes konnten die Vorbereitungen, Recherchetätigkeiten und ersten Analysen erarbeitet werden, um dieses Ziel des didaktischen Konzeptes erreichen zu können und im Rahmen eines Fallbeispiels erstmals anzuwenden. Insgesamt wurde so eine Grundlage geschaffen, um die entwickelten Ergebnisse im Weiteren breiter in der Praxis anwenden, detaillierter erforschen und umfassend evaluieren zu können. Dies soll Aufgabe der nächsten Monate sein.

 

 

Beschreibung:

Entscheidungen spielen im Kontext von Nachhaltigkeit und Ressourcenfragen eine bedeutende Rolle, denn um zukunftsfähig handeln zu können, müssen Entscheidungssituationen zunächst erkannt, dann reflektiert und beurteilt werden, um anschließend unter den möglichen Optionen und deren Konsequenzen entscheiden zu können – und das unter allen Bedingungen der komplexen Situationen, in denen dies notwendig ist. Für „nachhaltige Entscheidungen“ müssen deshalb neue Kommunikations- und Vermittlungskonzepte entwickelt werden, um transparente und handlungsanleitende Prozesse zu ermöglichen.

Das hier geförderte Projekt gliedert sich eng an das Habilitationsprojekt „Ressource Bildung“ (Dr. Claudia Schmidt) an, dessen Ziel es ist, ein didaktisches Konzept zur Entscheidungsfindung zu entwickeln, das in der pädagogischen Praxis (Aus- und Weiterbildung) Umsetzung finden und bei Entscheidungssituationen unterstützen kann.
Entscheidungsforschung per se hat sich mittlerweile in vielen Disziplinen etabliert und wird fachspezifisch intensiv erforscht, doch gerade im Hinblick auf nachhaltige Entscheidungen, welche für vielfältige Kontexte (Ressourcenfragen, Klimawandel, u.v.m.) immer drängender werden, besteht Forschungsbedarf. Im Habilitationsprojekt werden bisherige Entscheidungstheorien analysiert, bewertet und um die Aspekte von Nachhaltigkeit und den Umgang mit essenziellen Ressourcen erweitert, um auf dieser Basis eine didaktische Vorgehensweise zu entwickeln, welche die notwendigen Perspektiven berücksichtigt.
Diese wird mit Hilfe der beantragten Fördermittel praxistauglich umgesetzt, um ein Erhebungsinstrument zu entwickeln und im Sinne einer Vorstudie zu evaluieren. Die Daten und Informationen sollen anschließend als Grundlage für einen größeren Drittmittelantrag (z.B. DFG) dienen, bei welchem das Konzept für unterschiedliche Zielgruppen (Aus- und Weiterbildung in Schule, Universität, Betrieb, etc.) eingesetzt und evaluiert werden wird.

 

 

Publikationen:

  • Schmidt, Claudia (2014): Ressource Bildung – ein didaktisches Konzept für Entscheidungen unter Nachhaltigkeit. Unveröffentlichte Habilitationsschrift. Universität Augsburg
  • Schmidt, Claudia: Entscheidungen im Alltag – Stoffgeschichten und Kritikalitätsbewertungen. Tagungsbeitrag „Rio + 20: Nachhaltigkeit neu denken“. Universität Ingolstadt-Eichstätt (im Druck).
  • Schmidt, Claudia (2014): Entscheidungen im Alltag. Stoffgeschichten und Kritikalitätsbewertungen. In: Müller, Markus M.; Hemmer, Ingrid & Trappe, Martin (Hrsg.): Nachhaltigkeit neu denken. Rio+X: Impulse für Bildung und Wissenschaft. München: oekom. S. 167-172.
  • Schmidt, Claudia; Marschall, Luitgard & Reller, Armin (2014): Mit Stoffgeschichten Kreisläufen und Zusammenhängen auf der Spur. In: Praxis Geographie (4). Braunschweig: Westermann, S. 24-28.
  • Marschall, Luitgard; Schmidt, Claudia & Soentgen, Jens (2013): Stoffgeschichten: Ein Instrument zur Analyse und Kommunikation stoffbezogener Themen. In: Reller, A.; Marschall, L.; Meissner, S. & Schmidt, C. (Hrsg.): Ressourcenstrategien: Eine Einführung in den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. S. 195-210.
  • Schmidt, Claudia & Reller, Armin (2012): Bewerten lernen durch Stoffgeschichten und Kritikalitätsanalysen. In: Naturwissenschaften im Unterricht - Chemie. Jg. 23, H. 127, S. 44 - 47. Seelze.

Inszenierung von Familie im Medium privater Fotografie.

Deutsche Auswanderer in den USA in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

  • Projektstart: 01.01.2011
  • Projektende: 01.02.2014
  • Laufzeit: 36 Monate
  • Projektträger: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
  • Projektverantwortung vor Ort:

Beschreibung:

Das Projekt befasst sich mit Familien deutscher USA-Auswanderer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Untersuchung ist als Fallstudie im Format einer ‚bildungshistorischen Familienbiographie’ angelegt, in deren Mittelpunkt die 1851 von Pommern nach Wisconsin ausgewanderte Familie Krueger steht. Damit ist das Projekt im Schnittfeld von Historischer Migrationsforschung und Historischer Bildungsforschung verortet.

Den Hauptquellenbestand bilden ca. 800 Familienfotos aus den Jahren 1899 bis 1950, auf denen das Leben und Arbeiten auf der Krueger-Farm in Wisconsin dokumentiert ist. Sie werden mit der Methode der ‚seriell-ikonografischen Fotoanalyse’ analysiert. Unter Rekurs auf den ästhetischen Inszenierungsbegriff von Martin Seel, das Habituskonzept von Pierre Bourdieu und den Stilbegriff von Hans-Georg Soeffner untersucht das Projekt Prozesse familialer Inszenierung im Medium privater Fotografie. Gefragt wird nach der Inszenierung von Generationen- und Geschlechterverhältnissen, von Lebensphasen, des Verhältnisses von Arbeit und Freizeit und der auf all diesen Feldern stattfindenden sozialen und kulturellen Verortung. Die Ergebnisse der Einzelfallstudie werden rückbezogen auf die einschlägigen Forschungsstände der pädagogischen, soziologischen, historischen Migrations- und Familienforschung, zu deren Erweiterung, Bestätigung und Infragestellung sie beitragen sollen. Erkenntnisgewinn verspricht das Projekt auch in methodischer und quellenkritischer Hinsicht: Indem Fotografien als substanzielle Quellen im Projekt eingesetzt werden und ihre Verwendung kritisch reflektiert wird, kann diese Quellengattung für die Historische Familien- und Migrationsforschung erschlossen werden. Insbesondere auf diesem Feld betritt das Projekt Neuland, denn sowohl die Historische Familienforschung als auch die Historische Migrationsforschung haben Fotografien als eigenständige Quellengattung bisher weitgehend gemieden.

 

The project deals with German-American families in the USA during the first half of the 20th century. The study is a casestudy focussing on the Krueger Family – a family that immigrated to Wisconsin from Pommeria in 1851. With this topic the project is located in the history of education and the history of migration. There are roughly 800 family photographs that were taken in the years of 1899 until 1950 documenting life and work on the Krueger Farm in Wisconsin. These photographs are the project’s main source. To interpretate them we use the method of the ,Seriell-ikonografische Fotoanalyse’. Referring to Martin Seel’s term of ,Ästhetische Inszenierung’, Pierre Bourdieu’s ,Concept of Habitus’ and Hans-Georg Soeffner’s ,Concept of Style’ we analyse the way how families present themselves in their photographs. The photographs are analysed under the aspect of how the Krueger family presents the relations between the sexes, between generations and between work and leisure. In parallel we analyse where the Kruegers see themselves culturally and socially. The results of the casestudy will be confronted with the current state of research in the fields of history of education and of history of migration. Aim is to find out whether the results widen, confirm or put the current state of research into question. As a matter of fact in family history photographs as a source of its own kind have been rarely used until today. So the project intends to widen the knowledge about photographs in general.

 

Projektspezifische Publikationen:

  • Baader, Meike Sophia/Götte, Petra/Groppe, Carola (Hg.): Familientraditionen und Familienkulturen. Theoretische Konzeptionen, historische und aktuelle Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2013.
  • Götte, Petra: Von der Tradition zur Erforschung von Tradierungsprozessen – Überlegungen zu Tradition und Tradierung aus familienhistorischer Perspektive. In: Baader/Götte/Groppe 2013, S. 13-32.
  • Götte, Petra: Die deutsche Auswanderung in die USA. Familiäre Identitätsarbeit im Spiegel privater Fotografie. In: Bilstein, Johannes/Ecarius, Jutta/Keiner, Edwin (Hg.): Kulturelle Differenzen und Globalisierung. Herausforderungen für Erziehung und Bildung. Wiesbaden: VS Verlag 2011, S. 235-254.
  • Gippert, Wolfgang/Götte, Petra/Kleinau, Elke (Hg.): Transkulturalität. Gender- und bildungshistorische Perspektiven. Zur Einführung in den Band. In: Gippert, Wolfgang/Götte, Petra/Kleinau, Elke (Hg.): Transkulturalität. Gender- und bildungshistorische Perspektiven. Bielefeld: transcript 2008, S. 9-24.
  • Gippert, Wolfgang/Götte, Petra/Kleinau, Elke (Hg.): Transkulturalität. Gender- und bildungshistorische Perspektiven. Bielefeld: transcript 2008.
  • Götte, Petra: Transatlantische Migration und familiäres Gedächtnis. Eine fotografieanalytische Spurensuche. In: Gippert, Wolfgang/Götte, Petra/Kleinau, Elke (Hg.): Transkulturalität. Gender- und bildungshistorische Perspektiven. Bielefeld: transcript 2008, S. 257-274.

Projektspezifische Vorträge:

  • Woher wir kommen oder Wer wir sind. Thematisierungen der familiären Migrationsgeschichte in Texten und Fotografien deutscher USA-Auswanderer (Vortrag auf dem DGfE-Kongress in Osnabrück, AG „Entgrenzung von Bildungswelten. Europa und die Amercas seit der Neuzeit“, Leitung: Macelo Caruso und Thomas Koinzer; 12. März 2012)
  • Familiäre Identitätsbildung - und dann auch noch im Spiegel privater Fotografie? Eine theoretische Problemskizze (Vortrag auf dem Workshop des Arbeitskreises Historische Familienforschung in der Sektion Historische Bildungsforschung in der DGfE, Bochum, 27. Januar 2012)
  • Petra Götte: Von der Tradition zur Erforschung von Tradierungspraxen? Bildungshistorische Überlegungen zu Traditionen und Tradierungsprozessen. (Vortrag im Forschungskolloquium des Pädagogischen Seminars der Universität Göttingen am 16. Mai 2011)
  • Petra Götte: Fotografieanalyse in der Historischen Bildungsforschung (Vortrag auf dem Graduierten-Workshop des Centers for Diversity Studies - Cedis - Universität Köln am 18. März 2011)
  • Petra Götte: Tradition oder Tradierungspraxen? (Vortrag auf der Tagung des Arbeitskreises Historische Familienforschung am 28. Januar 2011 in Augsburg)

Vorbereitung, Konzeption, Durchführung der Ringvorlesung

„Werteorientierter Unterricht- eine Herausforderung für die Schulfächer“ (WS 2002/03)

  • Projektstart: 15.01.2002
  • Projektende: 15.08.2003
  • Projektträger: Universität Augsburg
  • Projektverantwortung vor Ort:

Beschreibung:

Zeitrahmen: Januar 2002-Sommer 2003; Finanzierung: Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre

Zunächst erfolgte eine Sichtung und Vorstellung aktueller nationaler und internationaler Konzepte zur Werterziehung. Im Anschluss wurden Themen für die Ringvorlesung ausgewählt und Fachdidaktiker für die Mitarbeit gewonnen. Die einzelnen Vorträge wurden als Dialoge der Referenten gestaltet.

 

Publikation:

Eva Matthes (Hrsg.): Werteorientierter Unterricht - eine Herausforderung für die Schulfächer. Donauwörth 2004.

Der pädagogische (Krisen-) Diskurs über die Großstadt, 1890-1930

  • Projektstart: 01.10.2006
  • Projektende: 30.06.2010
  • Projektträger: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
  • Projektverantwortung vor Ort: ,  PD Dr. Carsten Heinze
  • Beteiligte WissenschaftlerInnen der Universität Augsburg:

Zusammenfassung:

In dem Projekt wird zunächst der kulturkritische Großstadtdiskurs aufgearbeitet, der sich Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer allgemeinen Großstadtkritik verdichtete und dessen Schwerpunkt oft in einer grobschlächtig vereinfachten und ideologisch verzerrten Polarisierung des Stadt-Land Verhältnisses lag. Die Großstadt wurde bei gleichzeitiger Romantisierung des Landlebens diskursiv als Krisenphänomen der Moderne stilisiert. Es wird dabei zu fragen sein, ob pädagogische Großstadtkritik immer als – rückgewandte – Kritik an modernen Lebensformen zu verstehen ist und ob nicht auch rationale, sozialkritische Argumentationsmuster aufgegriffen werden.

 

Beschreibung:

Den Hintergrund des Projektes bildet die Geschichte der Urbanisierung, die bereits umfassend aufgearbeitet ist. Für die Untersuchung kann damit auf bedeutsame Studien, zum Beispiel zur Verjüngung der Großstadtbevölkerung und zur Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in der Großstadt zurückgegriffen werden.

In den vielfältigen Studien zur Großstadtkritik findet die pädagogische Auseinandersetzung mit der Großstadt kaum Beachtung. Dies erstaunt um so mehr, als sich viele Pädagogen angesichts der als krisenhaft erfahrenen Auswirkungen der Säkularisierungs- Pluralisierungs- und Individualisierungsprozesse innerhalb der Großstadtkultur zum Anwalt der durch diese Prozesse sittlich und gesundheitlich gefährdet erscheinenden Kinder und Jugendlichen aufschwangen.

Zwei zentrale Argumentationsstränge, zum einen zur Gefährdung der Kinder und Jugendlichen in gesundheitlicher und moralischer Sicht, zum anderen zur Konstruktion des idealen pädagogischen Raumes stellen den Ausgangspunkt der Untersuchung dar.

Der pädagogische Diskurs über die Großstadt kann nicht losgelöst von seiner Einbettung in zeitgenössische Wahrnehmungsmuster und Denktraditionen betrachtet werden. Es erfolgt deshalb eine Kontextualisierung auf historisch-soziokultureller, ideengeschichtlicher und institutioneller Ebene.

Weitere Bezugspunkte des Projektes sind die dem pädagogischen (Krisen-)Diskurs über die Großstadt zugrunde liegenden Konstrukte, Bilder und Konzepte von Kindheit, Jugend und Familie im Untersuchungszeitraum.

In einem zweiten Schritt sollen die Ergebnisse zur Rekonstruktion des pädagogischen (Krisen-)Diskurses über die Großstadt mit der Behandlung der Thematik in Fibeln verglichen werden. Das Schulbuch kann in diesem Zusammenhang als wichtiges Indiz für die Rekonstruktion der `Grammar of Schooling´in den drei Dimensionen „Verschulung“, „Pädagogisierung“ und „Wissenserwerb“ angesehen werden.

Im Zentrum der Untersuchung sollen die Ursachen und Motive für die Entstehung bzw. die Aufrechterhaltung des Diskurses, die Mechanismen der Reproduktion des Diskurses, die verwendeten Topoi und Argumentationsmuster, die Veränderung des Diskurses, die Wirkungsabsichten der am Diskurs Beteiligten und die Wirkungen und Funktionen des Diskurses selbst stehen. Daneben werden die Verschränkung mit anderen Diskurssträngen (z. B. dem historischen und theologischen Diskurs) sowie die Reaktion auf Gegendiskurse Berücksichtigung finden.

Insgesamt soll sich das Projekt in die seit einiger Zeit in der Erziehungswissenschaft verstärkt diskutierte Frage nach dem Verhältnis der Reformpädagogik zur Moderne einreihen. Unter einer gesellschaftspolitischen Perspektive verspricht die Rekonstruktion des pädagogischen (Krisen-)Diskurses über die Großstadt Rückschlüsse auf die derzeitig immer noch aktuelle Problematik Kinder und Jugendliche in der Großstadt.

Die Bearbeitung des Themas erfolgt durch ein diskursanalytisches Verfahren anhand einschlägigen Materials (aus Monographien, Sammelbänden, Zeitschriften und Fibeln) zum pädagogischen (Krisen-)Diskurs über die Großstadt.

Die ermittelten Texte werden durch eine qualitative und quantitative Inhaltsanalyse erschlossen.

Helene Lange und Gertrud Bäumer

Ihr Beitrag zum erziehungs- und bildungstheoretischen Diskurs vom Wilhelminischen Kaiserreich bis in die NS-Zeit. Kommentierte Texte

  • Projektstart: 01.10.2001
  • Projektende: 30.09.2003
  • Projektträger: Universität Augsburg
  • Projektverantwortung vor Ort:

Beschreibung:

Bei der Beschäftigung mit Helene Lange und Gertrud Bäumer wurde deutlich, dass diese nicht auf ihr frauenpolitisches Engagement zu reduzieren sind, dass es vielmehr eine – bisher unbeachtet gebliebene – Vielzahl von – teilweise sehr verstreuten – Veröffentlichungen gibt, die ihre Beteiligung am erziehungs- und bildungstheoretischen Diskurs ihrer Zeit zeigen. Im Verlauf des Projekts wurde eine repräsentative Auswahl von Quellentexten zusammengestellt und transkribiert. Diese werden in vier Kapiteln präsentiert: Pädagogische Theorie; Schultheorie/Schulpolitik; Jugendbewegung; Sozialpädagogische Theorie. Den Texten werden jeweils ausführliche Kommentierungen vorausgestellt, die die Veröffentlichungen Langes und Bäumers kontextualisieren. Vor dem Hintergrund dreier politischer Systeme wird hierbei nicht zuletzt auch der Frage nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten nachgegangen.

 

Publikation:

Eva Matthes/ Caroline Hopf: Helene Lange und Gertrud Bäumer. Ihr Beitrag zum Erziehungs- und Bildungsdiskurs vom Wilhelminischen Kaiserreich bis in die NS-Zeit. Kommentierte Texte. Bad Heilbrunn 2003.

Helene Lange und Gertrud Bäumer

Ihr Engagement für die Frauen- und Mädchenbildung. Kommentierte Texte

Beschreibung:

Helene Lange (1848-1930) und Gertrud Bäumer (1873-1954) gehören zu den bedeutendsten Frauengestalten des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die beiden Protagonistinnen der gemäßigten bürgerlichen Frauenbewegung stellten ihre Belange der Mädchen- und Frauenbildung in den Mittelpunkt ihres Wirkens. Dennoch werden sie erst in den letzten Jahren für die Pädagogik wiederentdeckt. Angesichts des umfangreichen, vielfältigen Schaffens der beiden Frauen steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihnen erst am Anfang. Das Anliegen des Projektes war es, eine repräsentative Auswahl von Quellentexten zu präsentieren und diese zu kontextualisieren. Im Mittelpunkt steht dabei - ausgehend von Langes und Bäumers eigenen Bildungsgängen und ihrer Geschlechtertheorie - ihr bahnbrechendes Engagement für die Mädchen- und Frauenbildung, auch bezogen auf Universitätsausbildung, Koedukation und weibliche Sozialarbeit.

 

Publikation:

Eva Matthes/ Caroline Hopf: Helene Lange und Gertrud Bäumer. Ihr Engagement für die Frauen- und Mädchenbildung. Kommentierte Texte, Bad Heilbrunn 2001.

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