Geschichte der Bibliothek

1969

18. Dezember: Verabschiedung des Gesetzes über die Errichtung der Universität Augsburg

 

1970

Beginn des Aufbaus der Universitätsbibliothek. Dank der Übernahme von Fremddaten von der Universitätsbibliohtek Regensburg stehen bis zum Jahresende ca. 36000 Bände benutzungsbereit zur Verfügung. Diese Fremddatenübernahme bedeutet zugleich den Anfang des Bayerischen Bibliotheksverbundes.

 

Nach einer ersten behelfsmäßigen Unterkunft in Räumen der Bezirksfinanzdirektion im Fronhof können im Mai erste Räume auf dem Universitätsgelände Memminger Str. / Eichleitner Str. (spätere Bezeichnung:'Alte Universität') bezogen werden.

 

Anfang Oktober Einrichtung der Teilbibliothek Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die Teilbibliothek beherbergt auch den zentralen Lesesaal, den bibliographischen Apparat und die zentrale Ausleihe. Wie auch bei mehreren der in den Folgejahren entstehenden Teibibliotheken dienen ehemalige Industriehallen der Unterbringung der Buchbestände.

 

1971

Ende März Umzug der Seminarbestände der ehemaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule Dillingen, jetzt Theologischer Fachbereich der Universität Augsburg, von Dillingen nach Augsburg. Die Bücher werden zunächst im Kreuzgang des Klosters Heilig Kreuz aufgestellt.

 

Ab Juli Einrichtung der Teilbibliotheken Theologie und Recht auf dem Universitätsgelände.

 

Am 01.07. übernimmt der Direktor der UB Augsburg nebenamtlich die Leitung der Bibliothek der Pädagogischen Hochschule Augsburg der Universität München, deren Angliederung an die Universität Augsburg unmittelbar bevorsteht.

 

Einsetzen der Bauplanung für das künftige Universitätsgelände am Alten Postweg ('Neue Universität'). Dort sollen eine Zentralbibliothek (u.a. zur Unterbringung der Verwaltung) und eine Teilbibliothek für die Katholisch-Theologischen und Philosophischen Fachbereiche entstehen.

 

1972

Die UB Augsburg übernimmt die Bestände der Bibliothek der ehemaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule Freising.

 

Am 01.08. wird die Pädagogische Hochschule Augsburg der Universität München als Erziehungswissenschaftlicher Fachbereich der Universität Augsburg angegliedert. Die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule ist bereits seit dem 01.01 als Erziehungswissenschaftliche Teilbibliothek in die UB Augsburg integriert.

 

1973

Einrichtung der Teilbibliotheken Sprach- und Kulturwissenschaften in ehemaligen Fabrikräumen auf dem Universitätsgelände

 

1974

Im Januar Verlegung der Teilbibliotheken Sprach- und Kulturwissenschaften in ein Bürohochhaus ('Glögglerhochhaus') am Alten Postweg, nahe beim neuen Universitätscampus.

Einführung der Mikrofiche-Kataloge

 

1976

Einführung der EDV in der Erwerbung (Ausgabenstatistik)

 

1977

Die Teilbibliotheken für die Fakultäten Phil. I und II (Erziehungswissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften, Katholische Theologie) beziehen die Räume im ersten Neubau der Bibliothek auf dem neuen Universitätscampus und werden zur "Teilbibliothek Geisteswissenschaften" vereinigt

 

1980

Der Freistaat Bayern erwirbt mit finanzieller Hilfe des Bundes die Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek. Als Standort wird die Universitätsbibliothek Augsburg bestimmt.

 

August: Beginn des Neubaus der Zentralbibliothek auf dem Campus der Neuen Universität

 

1981

April/Mai: Umzug der Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek in die Universitätsbibliothek Augsburg

August/September: Die Bibliothek der Pädagogischen Stiftung Cassianeum (Donauwörth) wird als Dauerleihgabe in die UB Augsburg gebracht.

 

1982

März: Eröffnung der Teilbibliothek Naturwissenschaften auf dem Gelände der Alten Universität

 

Vorübergehende Unterbringung der zentralen Abteilungen der UB in einigen Räumen der Teilbibliothek Geisteswissenschaften

 

Einrichtung der Informationsvermittlungsstelle (IVS) mit Anschluß an die Datenbanken Juris, FIZ 4, u.a.

Beginn der Realisierung der Automatisierten Ausleihverbuchung

 

1984

April: Die Automatisierte Ausleihverbuchung wird in der Praxis eingesetzt (Lehrbuchsammlung)

 

September - Dezember: Bezug des Neubaus der Zentralbibliothek auf dem Campus der Neuen Universität

 

1985

Januar: Die Universität verabschiedet eine Betriebsordnung für die Universitätsbibliothek

 

Mai: Feierliche Einweihung des Neubaus der Zentralbibliothek; Beginn des EDV-gesteuerten Etikettenausdrucks


Juli: Konstituierung des Bibliotheksausschusses


August: Beginn der Ausstattung des Altbestandes mit maschinenlesbaren Datenträgern (beendet 1989)

 

1987

09.-13. Juni: Der 77. Deutsche Bibliothekartag findet in Augsburg statt

 

1989

Bezug und Inbetriebnahme der Teilbibliothek Mathematik im Neubau auf dem Universitätscampus

 

Einrichtung der Teilbibliothek Physik auf dem Gelände der Alten Universität

 

Kauf der Bibliothek der Pädagogischen Stiftung Cassianeum (seit 1981 Dauerleihgabe)

 

1991

Einführung des lokalen Bibliothekssystems SOKRATES mit den Teilen BVB-KAT (Katalog), BIAS (Ausleihe) und OPAC (Benutzerkatalog).

 

1992

Baubeginn des Neubaus für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät mit der zugehörigen Teilbibliothek auf dem Campus der Neuen Universität.

 

1995

Fertigstellung und Bezug des Neubaus der Teilbibliothek Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

 

1996

Baubeginn der für das Fach Physik vorgesehenen Erweiterung der Teilbibliothek Mathematik

 

Baubeginn der für das Fach Recht vorgesehenen Erweiterung der Teilbibliothek Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

 

1998

Fertigstellung des Erweiterungsbaues der Teilbibliothek Mathematik und Umzug des Faches Physik in den Neubau. Der dadurch entstandene Komplex erhält den Namen Teilbibliothek Naturwissenschaften

 

1999

Fertigstellung des Erweiterungsbaues der Teilbibliothek Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Umzug des Faches Recht in den Neubau. Der dadurch entstandene Komplex erhält den Namen Teilbibliothek Sozialwissenschaften; er untergliedert sich in die Bereiche Wirtschaftswissenschaften und Recht.

 

Die UB Augsburg verfügt damit neben der Zentralbibliothek über drei Teilbibliotheken (Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Sozialwissenschaften), die alle auf dem Universitätscampus angesiedelt sind. Auf dem alten Universitätsgelände werden lediglich einige Räume der früheren Teilbibliothek Recht weiterhin als Magazin genutzt.

 

2000

Inbetriebnahme eines Ausweichmagazins in Räumen der früheren Teilbibliothek Rechtswissenschaften an der Eichleitnerstraße

 

2001

Übernahme des zweiten Teils der Bibliothek der Pädagogischen Stiftung Cassianeum in Donauwörth, darin enthalten die Veröffentlichungen aus dem Verlag des Cassianeums-Gründers Ludwig Auer. Die Universitätsbibliothek übernimmt bei dieser Gelegenheit die Aufgabe, auch alle zukünftigen Neuerscheinungen des Auer Verlags zu archivieren. Exemplare der Neuerscheinungen erhält sie ab 2001 kostenlos.

 

2002

Die Universitätsbibliothek ist Gastgeberin des 92. Deutschen Bibliothekartags (9.-12. April)

 

2004

Inbetriebnahme des durch die Bibliothek betreuten Online-Publikationsservers (OPUS), der Wissenschaftler*innen der Universität bei Online-Publikationen unterstützt.

 

2005

Übergabe der Privatbibliothek Heinrich Brünings (1885-1970), des letzten Reichskanzlers der Weimarer Republik an die Universitätsbibliothek (Schenkung der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung)

 

Die Universitätsbibliothek ist Gastgeberin der 2. Internationale Fachkonferenz Die lernende Bibliothek 2005 / La biblioteca apprende 2005 (4.-7. Oktober)

 

2006

Aufgrund zusehends knapper werdender Platzressourcen werden Neuzugänge im Magazin nicht mehr nach der Regensburger Systematik, sondern nach Numerus currens aufgestellt.

 

2007

Ab dem Sommersemester sind Zentralbibliothek und Teilbibliotheken montags bis samstags bis 24 Uhr geöffnet. Die zusätzlichen Stunden (montags bis freitags ab 22:00 Uhr, samstags ab 17:30 Uhr) deckt ein Wachdienst ab.

 

Die Abteilungen Medienbearbeitung 1 (Erwerbung) und Medienbearbeitung 2 (Katalog) werden zur Abteilung Medienbearbeitung zusammengeführt.

 

2008

Inbetriebnahme des von der Universitätsbibliothek betreuten Medienservers, der als zentrales Datenrepositorium der Universität dient.

 

Mit Unterstützung Zauberberg-Stiftung wird das Archiv von Gert Heine angekauft, das Materialien zu Thomas Mann enthält und damit die Sammlung Jonas ergänzt.

 

2009

Ankauf der Bibliothek der verbrannten Bücher, der privaten Sammlung Georg P. Salzmanns, bestehend aus Werken von Autoren, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Zur Finanzierung des Ankaufs hatten Universitätsbibliothek und Universität ein Konsortium ins Leben gerufen.

 

Die kommunale Musikhochschule Augsburg/Nürnberg wird mit den Musiklehrstühlen der Universität im neu gegründeten Leopold-Mozart-Zentrum (LMZ) zusammengeführt. Die Bibliothek der früheren Musikhochschule in der Maximilianstraße wird der Universitätsbibliothek zugeordnet und von ihr als zusätzlicher Standort betrieben.

 

2010

Eröffnung zweier Räume für die im Vorjahre erworbene Bibliothek der verbrannten Bücher in der Teilbibliothek Geisteswissenschaften.

 

Der Anbau der Teilbibliothek Naturwissenschaften, weitgehend fertig gestellt im Vorjahr, kann nach einer Reihe von Restarbeiten voll genutzt werden.

 

2012

Ab März sind Zentralbibliothek und Teilbibliotheken an Sonntagen von 12:00-18:00 Uhr geöffnet. Die Initiative dafür hatten Studierendenvertreter ergriffen.

 

Erwerb der Sammlung des Kantors Robert Singer aus Wien mit synagogaler Musik. Hierdurch wird die schon in den 1980er Jahren erworbene Sammlung Marcel Lorand zu dieser Musiktradition ergänzt.

 

2013

Am 19. September besuchen Teilnehmer*innen des in München stattfindenden 17.Weltkongresses der International Association of Bibliophiles / Association Internationale de Bibliophilie (AIB)  die Universitätsbibliothek.

 

2014

Beginn der Planungen zur Literaturversorgung der künftigen medizinischen Fakultät der Universität. Die Universitätsbibliothek schlägt vor, eine neue Teilbibliothek Medizin beim Klinikum einzurichten.

 

Einrichtung eines Eltern-Kind-Raums in der Teilbibliothek Geisteswissenschaften

 

2016

Schenkung der Sammlung des 2015 verstorbenen Rechtsanthropologen Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Fikentscher (Ludwig-Maximilian-Universität, München) an die Juristische Fakultät der Universität Augsburg. Die Bibliothek wird in der Teilbibliothek Spzialwissenschaften aufgestellt.

 

2017

Vertreter der Obersten Baubehörde, des Wissenschaftsministeriums, des Staatlichen Hochbauamts und der Universitätsverwaltung unterstützen den Vorschlag, die Brandschutzsanierung der Zentralbibliothek mit einem Anbau für die Sondersammlungen zu verknüpfen, um die Platzprobleme im Magazin zu lösen. Der Bau soll nördlich der Zentralbibliothek entstehen und mit ihr durch einen Brückengang verbunden werden. Im Anschluss an dessen Eröffnung soll die eigentliche Brandschutzsanierung starten. In Abstimmung mit dem Planungsdezernat der Universität erarbeitet die Universitätsbibliothek eine Ramkonzeption für beide Vorhaben.

 

Die Stellenausschreibungen für das Team der zukünftigen Teilbibliothek Medizin beginnen. Als Standort der Teilbibliothek wird das Erdgeschoß der ehemaligen Kinderklinik des Zentralklinikums Augsburg fesgelegt.

 

Die Universitätsbibliothek ist Gastgeberin der Jahrestagung des „Arbeitskreises für die Erfassung, Erschließung und Erhaltung historischer Bucheinbände (AEB)“ (12.-14. Oktober).

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